Geschichte der Kunst.
hat nachher/ ohne weitere Überlegung allen weibli-chen Figuren/ deren Haupt mit Blumen bekränzetist/ eben den Namen beigeleget. Ich weiß wohl/daß die Römer eine Göttin Flora hatten;>) denGriechen aber/ deren Kunst wir in solchen Statuenbewundern/ war dergleichen Göttin nicht bekant.Da sich nun verschiedene Statuen der Musen weitüber Lebensgröße finden/ unter welchen die eine/die in eine Urania verwandelt worden/^) in ebendem Palaste stehet: so bin ich versichert/ daß dieirrig sogenante Flora entweder Erato odcrTer-vsichere sei. WaS aber die Flora in dem M u-seo Capitolino betrift/^) deren Haupt mir
äusser» Theile von Guglielmo della Porta sindabgenommen, Vom Bildhanev Carlo ?llbacci»i neuein einem den antiken Theile» besser angemessene» Stylegemacht/ und ei» Lassender antiker Kops ausgesezt wor-den. Dies geschah im Jahre l7?6. Seit der-Zeit wirddieses herliche Monument? so wie andere »och in Romgebliebene ehemals farnesische Antiken, nach Neapelgebracht sein. Meyer.
j) Bottari beweiset es hinrcichettd. l^Ius. Ln^itol. t. Z,t!>?, 4?, i'. gz.) F e a.
2) Sie hatte imi»er die Symbole der Urania und wirdvon Visconti für solche anerkaiit. (Aus. ?>>>-LIe»l,t, i. tav. 25. p. 4>).) Fea.
Z) Sie hat viel Neiz und Zierlichkeit , gute Nerhältnisse undelegante Forme» im eigentliche» Si»»e des Worts. DerBehandlung fehlt es an dem hohe» Grade vo» lieblicherWeichheit, die in manche» ander» vorzüglichen Monu-menten dem Beschauer so ersreulich ist. Verglichen mitjenen, hat diese Flora etwas Steifes, Hartes, Mar>inornes, welches sich besonders im Gewände äussert, des-sen Falten zwar im Ganze» wohl gelegt u»d gezeichnetsind, aber dabei allerlei überflüssiges, der Natur zuängstlich »achgebildetes Detail enthalte». Das Unterkleidkräuselt sich über den Füiieil in gezwungenen Brüchen