5 Buch/ 2 Kap.
K. 16. Was zweitens die Nymphen betrift/>kan man sagen/ daß eine jede obere Gottheit/ so-wohl mänlichen als weiblichen GeschlechtS/ ihre ei-gene Nymphe hatte/ zu welchen anch die Musen,als Nymphen des Apollo/ gezählet werden; diebekantesten aber sind zum ersten die Nymphender Diana/ oder die Oreade»/ und die Nym-phen der Bäume, Hain adrya den genant/und zum zweiten die Nymphen des Meeresoder die Nereiden, und nebst denselben die Si-rene n.!)
§. 17. Mit weit mehr Verschiedenheit in Ge-bärden sowohl als was den Stand und die Hand-lung betritt/ sind die Musen auf verschiedenenDenkmalen vorgestellet zu selien: den die tragischeMuse Melpomene unterscheidet sich auch ohnedie ihr beigelegeten Zeichen von der komischenMuse Thalia, und diese/ ohne die übrigen M u-sen namentlich anzuführen/ von der Erato undvon der Tcrpsichorc/ denen die Tänze eigenwaren. An diese Eigenschaft der zwo zulczt genan-ten Musen haben diejenigen nicht gedacht/ die ausder berühmten leicht bekleideten Statue in demHofe des fa rn e sisch e n Palastes/ welche ihrUnterkleid nach Art tanzender Mädchen mit derrechten Hand in die Höhe kält/ durch den neuenZusaz eines Kranzes in der linken Hand eine Flo-ra zu machen vermeinet haben/ unter welchem Na-men allein dieselbe bekant ist. Diese Benennung
1) Nvnum. Hkaltkwi. t 3> cl. 10. tav. 2Z> ÜA> I'x, 9Z, Fea.
2) Abbildungen derselben ficht man bei Perrier unter?!umero 62/ und nocki bessere bei Piranesi/ wo sie,wie Niscvnti vorgeschlagen/ Hofnung genant worden.Die ehemals an derselben bemidlichcn Restaurationen der
Winckelmali. 4. 8
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