i66 Geschichte der Kunst.
mit einer dünnen Schnüre lim den Kopf herumge-bunden, und an zwo Figuren derselben hinten ge-gen den Naken zusammengenommen. Die Mine der-selben deutet weder auf Fröhlichkeit noch auf Ernst/sondern b-ldet e-ne stille Zufriedenheit/ die der Un-schuld der Jahre eigen ist.
§.15. Gesell'nen und Begleiterin?» der Gra-tien sind die Horä ('Nx--«), das ist: die Göttinender Jahreszeiten und der Schönheiten, ^)und Töchter der THeinis vom Jupiter gezeuget/und nach anderen Dichtern Töchter der Sonne.Diese waren in den ältesten Zeiten der Kunst nurin zwo Figuren vorgestellet;^) nachher aber wurdendrei derselben angenommen/'!) weil das Jahr indrei Zeiten, den Frühling, den Herbst, und denWinter eingetheilet war,5) und hießen Ennomia/Dice und Irene. Insgemein sind dieselben vonden Dichtern sowohl als von den Künstlern ran-zend vorgestellet, und von diesen auf den mehre-sien Werken in gleichem Alter. Ihre Kleidung pfle-get alsden nach Art der Tänzerinen kurz zu fein,und reichet nur bis an das Knie, und ii>r Hauptist mit emporstehenden Palmblättern bekränzet, sowie dieselben auf einer dreiseitigen Base der VillaAlbaniin meinen Denkmalen erscheinen;'-) nach
A) ?2U8.',N.!. 2. c. II. Fea.
2) Ilt'kiivlj. I'kt-VA. V. 90t. P!n6. XIII. V. 6.
Oiud. Lic. l. 5. Z. »2. Aea.
Z) I 3. c. tg I.g. 0. Z». F e a.
v. F e a.
ö) ^v. v. Izo.
6) Numero ä7.Z
Eine ul)nliaie etwas arökere Basis mit solchen Fiaurcnsteht in der Villa Bovghese (öculwre <1^1