5 Buch/ 2 Kap.
gnren derselben in dem Palaste Ruspoli/ die bei-nahe halb so groß als die Natur sind/ die größten,die schönsten und am besten erhaltenen; l) und dadie Köpfe den Figuren eigen sind/ die an den Gra-tien in der Villa Borghese hingegen neu undhäßlich: so können jene unser Urtheil bestimmen.Diese Köpfe sind ohne allen Schmnk/ und die Haare
t) Mit dem Autor erklärt auch Visconti (H7u5. p!o-<ÜI--i». t> 4> p. 22, not. I>.) die drei Gratis» imPalaste Ruspoli zu Rom sowohl sür das schönsteals am besten erhaltene Grupo dieser Art. Dasleztere mag wohl überhaupt gelten; das erstere abersich mir auf die in Rom bcstndlichen Denkmale bezie-hen. Den ein ähnliches Werk, welches in der Biblio-thek an der Domkirche zu Siena steht, durste wenigstenseben so gut oder noch besser gearbeitet sein, und Vis-conti/ da er am angcfnhrten Orte eine geringe Mei>iinng von diesem Denkmal äussert und solches für einemittelmäßige Arbeit hält/ muß demselben olme Zweifelnur einen flüchtigen Blik geschenkt haben. Wir glaubenvielmehr/ es sei ein Werk aus guter Zeit und von einemguten Meister, wegen der schönen Formen und der wal-lenden, im hohen Grade lieblichen Conturen. Die bei-den zur Rechten und zur Linken stehenden Figuren ha-ben ihre wohlerhaltenen Kopse; an der zur Rechtenwar der Kopf sogar nie abgebrochen und dieser besondershat den Ansdruk von stiller Lust, fröhlicher Ruhe, Zu-friedenheit und Freundlichkeit. Man kan nichts durchjugendliche Unschuld Anmuthigeres und Liebenswürdigeresdenken nnd sehen. Die gedachte Figur, deren Kopf nieabgebrochen war, hat den linken Arm und Fuß verlo-ren. Der in der Mitte stehenden Figur f-hlcn beideArme samt dem Kopfe, und der zur Linke» stehendenfehlt der rechte Arm, Auch war ihr Kopf abgebrochen,so daß ein Stük vom Halse mangelt; das Gesicht aberist völlig unbeschädigt geblieben. Diese leztere hat dieHaaresast auf die Art, wie die Venus, aufgebunden,und die zuerst angeführte auf etwas einfachere ÄLeise.Meyer.