Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
160
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Geschichte der Kunst.

Z. 9. Diana hat mehr als alle andere ober«Göttinen die Gestalt und das Wesen einer Jung-frau/ und ist mit allen Neizungen ihres Geschlechtsbegäbet, ohne sich derselben bewußt zu scheinen ; aberihr Blik ist nicht niedergeschlagen/ wie das Augeder PallaS/ sondern frei/ munter und fröhlich/und aus den Gegenstand ihres Vergnügens/ dieJagd/ gerichtet/ sonderlich da diese Göttin meh-rentheilS im Laufen oder im Gehen vorgestellet ist/so daß ihr Blik gerade vorwärts' / und in die Wei-te über alle nahe Vorwürfe hinweggehet. Ihre Haa-re sind von allen Seiten um ihr Haupt hinaufgestri-chen/ und hinterwärts über den Naken/ nach Artder Jungfrauen/ auf dem Wirbel in einen Knaufgebunden/ oder auch lang vom Kopfe/ ovne Dia-dema oder anderen Schmuk zu tragen/ wie ihr inneueren Zeiten gegeben worden. Ihr Gewächs istdaher leichter und geschlanter als der Juno undauch als der PallaS; eS würde eine verstümmelte

zurnhren scheint/ hat sie doch sür den jezigen Geschmakmehr Zusprechendes und Anziehendes. Neuerlich ist derin Paris befindlich«! beinahe kolossalen Pallas VonVelletri sast der größte Ruhm zu Theil worden, ob-wohl sie in der Kunst tie beiden srüher genanten nichtjibertrist. Ein Umrisj dieses ?e»kmals steht in Millin'SNli/inim. nnt. niLtlii. t. 2. p! 23. und eine lchon ausge-fiihrte Abbildung iiu u^l^-^ill.ii-t.1

26. (Der Umri» des Gesichts unter Nu-mero 45c, der Abbildungen,^ Ihr ähnlich odergar mit ihr dem gleichen urbilde vortreslich nachge-ahmt, ist die Büste derselben in der Villa Albani,von ungefähr gleich großen Prororrioucn wie die genanteStatue/ und nur in so sern weniger liochzuschäzen/ alSsie sich weniger wohl erhalten har; deii ein beträchtlichesTheil der Nase ist neu/ auch an der Unterlipe/ so wiean dem einen untern Augenliede sind ergänzte Beschä-digungen anzutreffen. Me»er.