5 Buch, 2 Kap.
rechte Hand auf ihrem gehelmten .Haupte gcleget zusehen^ wie dieselbe neben dem Jupiter sizend andem Gipfel des Tempels des Jupiters auf demerhobenen Werke des Opfers des M. Aureliusim Campidoglio und auf einem Medaglione desHa-drianus in der vaticanischen Bibliothek abgebil-det worden, i) Die schönste Figur derselben ist inder Villa Albani. 2)
Autors Meinung über die Bedeutung des Beiwort»Me >> e r.
I) Vcnnti nuniism. niax. nioZuI. vol. l. tali. 11.
Z) Der Autor meint liier die vollkommen erhaltene Sta-tue der Pallas in der Villa Albani/ die sicherlicheines der vortreflichsicn Denkmale des hohen St>>ls ist.Eine ziemlich gute Abbildung findet man bei Cava-cep pi (liaccolta cl'anüche 5tatue etc. vol. i. tav. i.)luud den Profilumriß des Gesichts unter Numero 45. .1.der Abbildunge n.^ Ihre Formen sind nicht zärtlich/ dendas wäre gegen den Begris von Macht; nicht weich/ dendadurch würde der sirenge Ernst/ die Hoheit geschwächtworden sein; sie sind sogar nicht zierlich zu nennen; dendas hätte sich mit dem Hohen und Großen nicht vertra-gen/ was hier ein Hauvtzwek des Künstlers war: abergöttlich rein/ schon und erhaben. Die Falten ihres Ge<wandes sind Meistersiüke der Zeichnung und von derschönsten Wahl/ wiewohl nicht in so breiten ungestörtenMassen gehalten/ daß Schatten und Licht viel und vor-zuglich gesättigen Effect dadurch hervorbringen könren;den-das Monument mag Verfertigt sein/ ehe noch Lichtund Schatten genau beobachtet worden und :!>re Regelnin der Plastik Anwendung gesunden haben. Man siehthieraus/ daß wir im Betracht des hohen Werthes die-ses edlen Denkmals mit dem Autor ziemlich einerleiMeinung sind. Indessen soll darum andern berühmten Mnnervabildern keineswegs etwas abgedungen werden.Die ehemals ginstinianische Statue (Malier. Qiu-sti». t. I. t»I>. z.) ist »icht »linder schäzbar/ und wie-wahl sie aus eben derselbe» Zeit des strengen Sthls her-