liää Geschichte der Kunst.
Villa Ludovisi/5) wo sich noch ein kleinerer Kopsderselben befindet/ welcher den zweiten Rang verdie-net; 2) die schönste Statue derselben siehet man in
l) Unter dem Namen der ludo Visischen Juno hinrci.chend bekaiit, unvergleichlich groß, erhaben und doch lieb-lich und über alle Maße» schön. Nur die Nasenspizeist ergänzt; sonst ist dieses herliche Werk, mit Ausnahmeeiniger Spuren von empfangenen Stößen auf der rech-ten Wange, nickt merklich beschädigt. Wen indessen daslinke Auge gegen das rechte gehalten etwas flacher aus-steht, fo scheint solcher Unterschied nicht ursprunglich,fondern Zeit und Zufälle mögen an der Stelle einigeAbreibung verursacht haben. fUnter Numero 48. derAbbildungen ist das Gesicht dieser Juno im Profilezu sehen.I Meyer.
Z) Ausser dem kolossalisclien befinden sich noch zwei bemer»kenswerthe In »»köpfe in der Villa Lodovisi. Ei-»er derselben etwas über Lebensgröße steht ireben jenemin der Bibliothek. Die Züge sind lieblich, doch ohnedem großen und «'-Ebenen Charakter Abbruch zu thun^hinter dem hoben Diadema fließt ein Gewand oderSchleier vom Haupte. Dieses schöne Monument ist bisauf die moderne Nasenspize und einige Beschädigungen«m Halse, da wo stch derselbe an die Bruff anschließt,ganz erhalten. — Den andern wohl noch einmal so gro-ßen, und unter die kolossalen zu rechnenden Junokovftrift man im kleinern Garreu palaste der gedachtenVilla auf der in die obern Zimmer führenden Trepe an:die Züge sind groß und edel; die Behandlung des Flei-sches aber, so wie die tiesen Einschnitte der Haarlokcn,scheinen eine Arbeit aus den Zeiten der Nömerherschaitanzudeuten.
Wir bemerke» noch, daß auch das Museum zu Pari?einen dem kleinern ludo visischen ähnlichen Juno-kopf besizt, ebenfalls über Lebensgröße und mit demSchleier hinter dem Diadema. tivion«»,?»-! ck>
Aus««' l. i. s,1 5.) Ein kolossaler Kovs der
Juno von vorzüglicher Arbeit, aber olme Diadema, sollsich zu Sarsko-Selo bei Petersburg befinden.Meye r.