Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
152
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Geschichte der Kunst.

auf zwo Begräbnißurnen des bavbcrini sche n Pa-lastes kau bemerket werden. Anderen Göttinen istdieser Hauptschmuk nicht gegeben worden, wen ichdie Tbetis auSiiebme, auf deren Haupte sich der-selbe eryebet in dem Gemälde eines schönen Gefä-ßes von gebranter Erde der vatikanischen Bibliothek,welches ich in meinen alten Denkmalen bekantgemachet kabe. i)

Z. L. Diese aber nicht weniger als jene Venushat in den sanft geöfneten Augen das Schmach-tende und daS Li eb ä u g el nd e, welches die Grie-chen 55 nennen, gebildet, welches sonderlichdas untere in etwas erhobene Augenlied verursachet,wie ich unten in den Bemerkungen über die Schön-heit der Augen anzeigen werde. Dieser Blik ist jedochentfernet von allen geilen Gebärden, dnrch welcheneinige neuere Bildhauer ihre Venu S haben keiitlichmachen wollen: den die Liebe ist von den altenKünstlern, eben so wie von ihren vernünftigen Welt-weisen, als der Beisizer der Weisheit, wiesich EuripideS ansdrüket, angesehen worden.

§. 6. Wen ich vorder gesaget habe, daß sich nurallein die VenuS nebst denGratien und Hörenunter den Göttinen unbekleidet finden, ist meineMeinung nicht, daß Venus beständig unbekleidetvorgestellet worden: den wir wissen das Gegentheilvon der VenuS des Praxiteles zu Kos. ES

Z) Wumero jZt>Z

2) M,>6, v. S4Z.

Merkwürdig ist hier eine Stelle des Athenäus tl,iZ. c, 2.), wo er aus mehreren Gedichten der Griechen,wie aus den Schriften der Philosvvhen zu beweisen sucht/welche würdige Idee die Griechen von der Venusund dem Amor gehabt. Fea.

?) ?Iin> >, Z6> c> A, secl, 4et Z.

Inder wiener Ausgabe heißt es hier:des Pro-