Geschichte der Kunst.
»o eigen ist/ bezeichnet. Eben dieses' Diademarr^gt auch die siegreiche VenuS (victrix)^ deren
t) Mehrere Altertumsforscher wolle» das Dasei» solcher an-tiken höhererVenusideale oder V ilder der VenusUrania bezweifeln; allein schon Paufania s(I. >, c. >9.)gedenkt einer zu Athen befindlichen Her m e als VenusUrania, wie auch (I. Z. <7. 2,?.) eines die Göttin alsbewafnet vorstellenden Bildes aus Holz, und (1.6,c. 2S.) einer Statue des Phidias aus Elfenbein undGold, in welcher Venus Urania so gebildet war, daßsie mit einem Fuße aus der Schildkröte stand. Von ei-nem Künstler, wie Phidias war, läßt es fich nichterwarten, daß er feinem Bilde keinen bestimten, derauszudrukenden Idee angemessenen Charakter follte gege-ben haben. Diefes ist auch um ss weniger wahrscheinlich,da in der Nähe der Venus Urania vom Phidiaseine auf einem B o k e fizende Venus Vulgivaga ausBronze, ein Werk des Skopas, stand. — Ohne aus-fallende Verschiedenheit in beiden Statuen wurde Pau-fanias sie nicht aus die Weise, als er es gethan, ein-ander entgegengefezt haben. — Wir glauben daher mitdem Autor, daß solche Bilder der Venus Ura-11 i a wirklich vorhanden waren und noch sind; und stchtheils durch höhere Majestät und Ernst, theils durchdas in der Mitte hohe und nach dem Ende hin absin-kende Diadema vo» andern Venusbildern unter-scheiden.
Winckelma n hat stch begnügt an einer andern Stelleein Brustbild dieser Venus, oder vielmehr einen Kopf,dessen Brust modern ist, aus der Villa Borg Hefe (t.
stan?ii V. n. 17.) als Beispiel anzuführen, allein dieArbeit des Denkmals hat nur wenig Verdienst.
Die schönsten Köpfe der himlischen Venus find:Einer von vortreflichem griechischen Marmor smzr-mo sulin») im Muse» zu Mantua. Er ist mitdem Diadema geschmükt, wie eine Juno; die Züge abersind die der Venus; nur geht durch's Ganze ein weithöherer, ernsterer Sin als gewöhnlich. An den Augenhat dieses Denkmal etwas gelitten, auch an einigen an-dern Stellen.
2. In der slorentin ifchen Galerie befindet M