5 Buch, 2 Kap. 5^9
daß die rechte Hand dem Busen näher ist/ von wel-cher der mittlere Finger das Mittel der Brüste be-rühret/ und die linke Hand halt ein Gewand.Beide Statuen aber sind in einem reiferen Altergebildet/ auch größer als die mediceische Venus.Ein Gewächs schöner jungfräulicher Jahre/ wie diesehat/ siehet man in Lebensgröße an der halb beklei-deten Thetis/ in der Villa Albani/ die hier i»dem Alter/ da sie mit dem Peleus vermähletwurde/ erscheinet/ und von mir im zweiten Theilebeschrieben wird.
§.4. Die him lische Venus/ das ist: dievom Jupiter und der Harmonia erzeuget war/und von der anderen Venus/ der Dione Toch-ter/ verschieden ist/ wurde durch ein erhabenesDiadem»/ «ach Art desjenigen/ welches der Ju-
darin vorgestellte»' Ideals, wie auch des Aussazes derHaare / den Köpfen der in ed i c ei sch e n, der ca »> toli-nischen/ der dresdner und andern vorzüglichen V e-nusstatuen ähnlich. Die Formen sind überhaupt zier-lich, svelt; die Verhältnisse untadelhast, woraus sich mitGrunde vermuthen läßt/ das Original / nach welchemMenovhantus gearbeitet/ sei vortreffich gewesen.
Die Behandlung am Fleische wie an den Haaren Ver-räth zwar einen geübten tüchtigen ^Künstler; allein sieerreicht bei weitem nicht jene reizende, zarte Weichheit,die wir an der ea v it ol i n i sch e n Venus und ander»Werk,'» aus der schönen Zeit wahrnehmen. Nach denMerkmalen der Technik scheint das Monument nicht ein-mal den früheren Zeiten des römischen Kaisertums an-zugehören. Die Nase nebst den beiden Auge» sind neu;auch au der Draverie ist einiges ergänzt, und an denLipen zeigen sich geringe Beschädigungen. Eine Abbil-dung davon im Museo Capitolino. (^.4- lav, 6S,x>. Z^2>) Meven
0 U2 B- 2 K. 4 — S H.7