Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
147
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6 Buch, 2 Kap.

weil mir diese allein nebst den Gratien und denGöttinen der IahrSzeiteii/ oder den Hör 6,unbekleidet ist; i) auch deßwegen/ weil sie sich häu-figer als andere Göttinen und in verschiedenem Altervorgestellet findet. Die mediceische Venus zuFlorenz ist einer Rose gleich/ die nach einer schö-nen Morgenröthe beim Aufgang der Sonne auf-bricht/ und die aus dem Alter / welches/ wie Früchtevor der völligen Reift/ hart und herblich ist/ inein Alter tritt/ in welchem sich die Gefäße zu er-weitern und der Busen sich auszubreiten ansängt/wie selbst ihr Busen meldet/ welcher schon ausge-breiteter ist/ als an zarten Mädchens. Bei demStande derselben stelle ich mir diejenige LaiS vor,die Apelles im Lieben unterrichtete/ und ich bildemir ei»/ dieselbe so zu sehen / wie sie sich das erste-mal vor den Augen dieses Künstlers entkleidenmüßen. 2) Eben diesen Stand hat eine Venusin dem Museo Capitolino/ welche besser/ als«S andere dieser Figuren sind/ erhalten ist/ den esfehlen nur einige Finger/ und es ist nichts an der-selben zerbrochen^) eine andere in der Villa Al-

t) Auch Diana/ wie Visconti beweist. (Aus. ?Io-LIcni. t. >, tsv. I», p. >7. not, >>.) Fea.

2) Stilen. I. lZ. 6. . 64.) 6.

AIu5. Ltatue, tah. 26. F e a.

He»ne (Lomnieat. Oaztting, t. 10, p. i vö,) sucht ausmehreren in der griechischen Anthologie befindli-chen Gedichten darzuthuu, daß die mediceische Ve-nus als vor dem Paris stehend muße gedacht werden,und Böttiger (Andeutungen ic. S-t72.) billigtHe »nes Muthmaßung. Meyer.

Etwas großer als die mediceische, und in Hinsichtaus den Charakter ihrer Gestalt mehr eiitwikelt, stehtsie an Kunstverdienste nur wenig hinter derselben zurük,