5 Buch, 1 Kap.
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derselbe in dieser Vorstellung auf einem erhobenemWerke in der Villa Belvedere zu Frascati, wel-ches über die Vorrede meiner alten Denkmalegesezet ist/ so wie in einem anderen erhobenenWerke der Villa Panfili. Ich war bei dem erstenAnblike hierüber zweifelhaft an der Figur des Te-lephus, welcher von dessen Mutter Auge erkantwird, da sie diesen ihren Sohn ermorden wollte.Das Gesicht dieses jungen Helden ist völlig weib-lich/ wen man es von unten herauf betrachtet/und es scheinet sich etwas Mänliches in dasselbezu mische»/ wen man es von oben herunter an-siehet. Dieses bisher unerkante erhobene Werk imPalaste Nnspoli/ welches unter die schönsten ,jnder Welt kaii gezählter werden/ erscheinet unter mei-nen Denkmalen des Altertums.^) Auch imThesenS würde diese zweideutige Schönheit stattsinken / wen derselbe sollte abgebildet werden wieer, mit einem langen Nokc bis auf die Füße beklei-det/ von Trözene nach Athen kam/ und von denArbeitern an dem Tempel des Apollo für eineschöne Zungfrau angesehen wurde/ so daß siesich verwunderten / diese vermeincte weibliche Schön-heit/ wider die Gewohnheit/ allein und unbekleidetin die Stadt gehen zu sehen.
Z. 42. Weder diesen Begris der Schönheit nochdie Betrachtung des Alters hat der alte Maler vorAugen gehabt/ der eben diesen Held auf einem Ge-mälde des herculanischen Mnfei gebildet hat/ wie ihmnach dessen Rükkunst von Kreta und nach Erlegungdes Minotanrs die atheniensischen Knaben und Mäd--
1) lUnter den Vignetten oder V erzi ertt »gsbi lder»zu den Denkmalen Numero 7.Z
2) tNuniero 72.Z
ü) ?2U5!NI> I. I. c. lg.