Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
136
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iZ6 Geschichte der Kunst.

oben angezeiget habe/ den Mähnen der Löwe»;diese Vergleichung, und das Schütteln der Mähnendes Löwen sowohl als die Bewegung seiner Augen-braunen/ wen er erzürnt ist, l) scheinet der Dichtervor Augen gehabt zu haben in seinem berühmtenWilde des ZupiterS/ welcher durch das Schüt-teln seiner Haare und durch die Bewegungseiner Augenbraunen den Olympus be-weg e t. 2)

ß. 36. Der schöne Kopf der einzigen Statue desNeptun uS zu Rom in der Villa MediciS schei-net nur allein im Barte und in den Haaren sichvon den Köpfen des Jupiters etwas zu unter-scheiden. Der Bart ist nicht länger aber krauser,und über der Oberlipe ist derselbe diker. Die Haaresind lokichter/ und erheben sich auf der Stirne ver-schieden von dem gewöhnlichen Wurfe dieser Haaream Jupiter. ES kan also ein fast kolossalischer >Kopf mit einem Kranze von Schilfe/ in der Far- .iiesina/ keinen NeptunuS abbilden; den dieHaare des Barts sowohl als des Haupts gehen ^

>) Lullon, Ilist. Nllt. t,g. x. ö. in l!ne.

2) 1^. I. v. 5-3 5Zo. sUvr-it, III. cni-m. 1. v. 7. I

Z) Ist aus der Villa Mcdici »ach Florenz gebracht. IDerK?ps dieses Neptunus unter Numcro der Abbil-dungen-^! Eine andere nicht vollkommen zuperlä- .stige, sondern nach Muthmaßungen zum Neptun re-staurirte Statue findet man im Museo Pio-Cle-mentino. (?. >. tüv.ZZ) überhaupt scheinen die Bilderdieser Gottheit sehr selten zu sei», da ausscr den ge-dachte» beiden großen Statuen und einer gut gearbeitetenkleine» uttter den Altertümern zu Dresden sin BeckeriSlugusteum, Tas. 40.) uns nur »och einige FigurenNeptuns auf erhobene» Arbeiten, aber keine merk-würdige» Köpfe und Brustbilder bekant sind. Meyer.