Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

is2 Geschichte der Kunst.

nebst vielen anderen dessen Bilder»/ und unter densel-ben die Statue von gebrauter Erde in dem hercu-lanischen Museo beweise» kan. Äskulapius aberunterscheidet sich durch kleinere Augen / durch ältereZüge, und an den übrigen Haupthaaren uud andem Barte, sonderlich auf der Oberlipe, welcher

Kopf, für sich betrachtet/ hat einen gütigen, wohlthä,tigen, weisen Charakter; sanfter und minder groß und ge-waltig als am Jupiter, dem er, Winckc Im ansBemerkung bestätigend, im Wurfe der Haarloken beinaheähnlich ist. Der rechte Arm samt Stab und Schlange,wie auch die Zehen des Fußes auf dieser Seite sind mo-derne Ergänzung.

Nach Vifconti ist das liebliche Grupo des Äfk»-lavius und der Hvgiea im Mufeo Piv-Clcmci»tino tl. 2 l.iv.Z.) das einzige runde Werk in Marmor,welches diese Gottheiten vereint vorstellt. Die antike»Köpfe beider Figuren gehören ihnen nicht Ursprung«lich an.

Eine merkwürdige, den Name» des Äskulapiusf ührende Statue stand sonst im Palaste Pitti zn Flo-renz. lDie A b b i l d u n g im 1>Iu5. I-'Ittri'nt. t. z, 97-ist in Hinsicht aus den Charakter mißrathen.) Der Kopfgleicht den sogenanten Köpfen Platos oder des indischenBakchus, und wird vermuthlich das Biidniß eines imAltertume berühmten Arztes sein, welchem der Künstlersin der ganzen Figur einige Amraherung a» den Charak-ter des Äskulapins zudachte. Das Nakende der Brust,Schultern u. s. w. ist schön, weich und nach der Naturgearbeitet; die Falten des Gewandes sind vortreslichgelegt, einfach und zierlich. Nur Schade, daß die-ses edle Kunstwerk in viele Stüke zerbrochen und zwei-mal restanrirt worden. Die älteren Ergänzungen beste-hen aus der Nase, einem Stüke der rechten Wange, derlinken Hand, dem rechten Arm und den beiden Füßen;die neuern aus einem Stüke des Stirnknochens über demrechten Auge, dem Zeigefinger der linkcn moderne»Hand, und den Fingerfpizen der rechte», welche an dieHüfte gelegt ist. Mever.