Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
130
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ISO Geschichte der Kunst.

langen Zepter/ wie andere Götter/ welches manunter andern ans dem angeführeten Stuke zu Ostia/und auf einem runden Altare bei dem MarcheseRondinini siehet/ wo Pluto den Cerberusauf einer Seite und die Proferpina auf der an-dern hat.

§. 3>. Nicht weniger als durch die Heiter-keit des BlikS unterscheidet sich Juviter vonandern Gottheiten im betagetem Alter und mit ei-nem Barte: von dem Neptunus / Pluto/ Äsk n-lapius durch feine Stirn/ durch den Bart unddurch die Haare, i) Auf der Stirne erheben sich

Gegen diese Stelle erinnert Visconti (Mu-. ?!».(!><?>» >. 6. p. > 2.) : Es ist zu bemerken, daß die Münzen, sowohl die im eigentlichen Griechenland? als auch die in ?ls>en, Italien, Sicilien und Äg»vten geschla-gen stnd, sehr häufig ausserordentlich schone Juviters-köpfe enthalten, welche sich nicht ganz den von demAutor angegebenen Kenzeichen der eigentümlichen und^unterscheidenden Phvstognomie des Sotimus Mari> mus ansiigen lassen. " In einer Note werden hiezuBelege angeführt:Jupiter auf syrakufi«

scheu vortreflich gearbeiteten Münzen hat einen la»> gen, in der Form durchaus von den gewöhnliche»des Gottes verschiedenen Bart. Der schöne Juvt> ter auf größer» Münzen (niecio^Iioni) der Ptolemä- er hat so verwirrte Haare, daß nia» ihn »ach Wiwekelniaiis Charakteristik für eine» Pluto halte»i, müßte; allein der ZldIer und der Blij auf der,, Kehrseite erlauben über die wahre Bedeutung des Bil>des keinen Zweifel. Der helle nifche Juviter istv durchaus bartlos vorgestellt. "

Hiedurch veranlaßt, scheint Visconti einigen Unglau-ben zu verrathen, daß die alten Künstler wirklich nachallgemein angenommenen Regeln gearbeitet hätte», u»dist der Meinung, es sei sehr schwierig, in Hinsicht aufdie charakteristische Bildung der Gottheiten das Ge>sez nachzuweisen, dem jene Künstler gefolgt wären, jumal