Geschichte der Kunst.
Eben so wenig ist bei dem irrig vorgegebenenschrcklichen Jupiter beobachtet worden/ daßPluto und SerapiS / als welcher sich durch denScheffel auf dem Haupte unterscheidet, eine unddieselbe Gottheit war. Ausserdem unterscheiden sichdiese Köpfe von denen des' Jupiters auch durchdie Haare/ als welche über der Stirne herunter-hängen/ da die Haare des Jupiters sich von derStirne erheben. Folglich stellen solche Köpfe keinenJupiter/ sondern einen Pluto vor, und da vondieser Gottheit bisher weder Statuen noch Köpfe inLebensgröße bekaiit waren/ werden durch gedachteAnzeigen die Bilder der Götter vermehret. Diesergegründeten Bemerkung zufolge stellet ein großerKopf mit einem Scheffel/ von weissem Marmorin der Villa Panfili/ ebenfalls einen Plutovor.
j) Dieser Kops steht i» den untern nach dem Garten bin- 'schauenden Sälen, und ist von treflicher Arbeit undwohl erkalten. Aber dem, was der Autor von der stren-gen Mine der Bilder des Pluto gesagt, ist dieser Kopswenig gemäß, indem er vielmehr ei» gutiges Aus-'elMbat. Ein gleiches ist der Fall bei der kolossalen, imPio- Clcmentino befindlichen Büste des Seravismit Strahlen um das Haupt. (Uuü, Pia-Llcn,. t, 6.tav, ,5.) hinter Numero 4Z der Abbildungen istdieser Seravis, und unter Numero 44 eine kleiner«Büste desselben mitgetheilt.) Man müßte also, wen desAutors Meinung von der strengen Mine des Plut»gelten soll, wie fie in der Natur der Sache selbst ge-gründet scheint, zwischen den Bildern des Pluto und !Seravis einen Unterschied sezen, und die strenge» !zu jenem, die mildern zu diesem rechnen.
Wen aber auch auf diese Weise keine reine Sonderung >stakt finden sollte, und die Bildungen des Pluto undSeravis in einander fließen, und diese wiederum inden Charakter des Jupiters übergehen: so muß man