Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
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124
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124 Geschichte der Kunst.

Zeichen zweideutig sein köntc»/ ob dieselbe eine»Gott/ oder einen Menschen vorstellen/ und dieseBetrachtung hätte lehren können/ daß man einehereula Nische sizende Statue über Lebensgröße,durch einen neuen Kopf und durch beigelegete Zei-chen nicht hätte in einen Jupiter verwandeln sol-len. Mir solchen Begriffen wurde die Natur vomSinlichen zum Uncrschaffenen erhoben/ und dieHand der Künstler brachte Geschöpfe hervor/ dievon der menschlichen Nothdurft gereiniget waren;Figuren, welche die Menschheit in einer höherenWürdigkeit vorstelle»/ die Hüllen nnd Einklei-dungen blos' deutender Geister und himli-scher Kräfte zu sein scheinen.

Z. 29. Die Bildung aller Gottheiten ist wienach einer von der Natur selbst angedeuteten Jdcabestimmet/ und an den Bildungen der Götter indiesem Alter ist noch deutlicher als an den jugend-lichen Gottheiten offenbar/ daß sie allenthalben in 'unzähligen Bildern ähnlich lind/ so, daß die Köpftderselben vom Jupiter an bis auf den Vulea->:us nicht .weniger kentlich sind als die Bildnisseberühmter Personen des Altertums; und so wie!AnrinouS blos' aus dem Untertheile seines Ge-^sichts,^) und MarcuS AureliuS aus den Augenund Haaren eines zerstümmeltcn Cameo in dem Mu-ses Strozzi zu Rom, erkant wird: so würde cSApollo sein durch dessen Stirne / oder Jupiterdurch die Haare seiner Stirne oder durch seinenBart/ wen sich Köpfe desselben fände»/ von denenweiter nichts vorhanden wäre.

4) Nlltinous ist sogar in einer schön gearbeiteten e>wkleideten Brust, welche sich im Vorsagle des GartenlM >ses am Eingange zur Villa Ludovisi findet, »Im«Mühe zu erkennen. Der diesem schä;l>gren VrmbMaufgescjte Kovs ist neu und häßlich. Meyer.