Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
118
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5 IS Geschichte der Kunst.

befraget wurde/ bar den Bak chuS mit rothbrnun-lichem Fleische angegeben, l)

1) Wir siehe» nickt gn, das bewuuderuswürdige unterden, Namen der capi tolinischen ?lriadne bekanteKunstwerk vor allen andern Bakchnskövfen zu nennen.Der Autor gi»g zuerst von der Benennung Ariadneab und glaubte sDenkmale, Numero 55.^ wegen desStirnbandes die Lcukothea darin zn erkennen. SeineGründe hicfiir sind Von Viseontii. p. 6o. 6> ) bestritten worden; das Denknial galtsodan bei den Altertumsforschern fast allgemein für denschönsten der Bakchuskövfe. In wenig andern Denkmalen der Kuust ist die zur äussersten Feinheit gesteigerteJdea von >o vollkommener >Aussührung begleitet. DieFormen sind, wiewohl ungeinei» zart, nichts desto weni-ger groß; die Ansfilhrnng bei gusscrordeutlicker Weich-lieit doch sehr besinnt; und wir wiikten kein Über-bleibsel grieckischer Bildhauerei gnzusühren, das iu sichselbst vollendeter und ihrer allerschönsten Zeit, ja, ei-lies der Vorzüglichsten Meister aus derselben würdigerwäre, als eben dieses. Im Museo Capitoliuo be-fand sick noch ein Bakchuskovf, welcher in Hinsicht ausvortreflicke Arbeit dem vorerwäbnteu wenig nachgab,und gleich demselben eine Binde um die Stirne hat;seine Nase ist neu; AZangc uud Hals beschädigt; die Au-gen ausgehöhlt, welche ehemals von anderer Materiemögen cingesezt gewe>cn sein.

sDie sogcnaiite Ariadne in den Denkmalen, Nu-mero 5Z, abgebildetZ

Ein zweiter Bakchuskops ebendaselbst bat einenhohen Charakter; Nascnsvize, Kin und Hals sind er-gänzt. Ein dritter kleinerer am gleichen Orte, auch miteiner Stirnbinde, wurde von jeher als Bakchus er-kant, und lciner gesälligen Züge wegen !ebr geschäzt,obgleich die Arbeit nicht eben auf die beste Zeit deutet;den die Haare sind stark mit dem Bohrer ausgehöhlt,die Obren stehen viel zu tief, das linke Auge ein wenigschief auswärts und ist auch etwas kleiner als das an-dere, da sie übrigens von angenehmer Form stnd undhinsichtlich guf das Bakchusideal ,'iir charakteristisch gel-ten können, so erscheinen sie darum unter den Abbil-