5 Buch/ 1 Kap. ^7
einen ehemals verstümmelte» und izo ergänzeten Bak-eln, 6/ welcher neun Palme hoch sein würd?/ in derVilla Albani betrachten/ an welchem der Kopfund die Brust/ nebst den Armen, fehlen. ES istderselbe von dem Mittel des Körpers an bis auf dieFüße bekleidet/ oder besser zu reden/ es ist seinGewand oder Mantel bis auf die Natur herabgesun-ken/ und dieses weitläufige und von Falten reicheGewand ist zusammengefasset/ und dasjenige, waSauf die Erde herunterhängen würde/ ist über denZweig eines BaumeS geworfen, an welcher die Fi-gur gelehnt stehet; um den Baum hat sich Evheugeschlungen/ und eine Schlange herumgeleget.Keine einzige Figur gibt einen so hohen Begrif vondem/ was Anakreon einen Bauch des Bakchuönennet, i)
K. 24. Der Kopf der höchsten Schönheit in dem-selben ist mit dessen ergänzeter Statue/ die etwasgrößer als die Natur ist/ nach Engeland gegangen.ES zeiget sich in diesem Gesichte eine unbeschreib-liche Vermischung mänlicher und weiblicher schönerJugend/ nnd ein Mittel zwischen beiden Naturen,welches von einem aufmerksamen Betrachter empfun-den wird. ES wird dieser Kopf denen / die densel-ben, wo er ist, aussuchen wollen, an einer Bindeüber der Stirne kentlich sein, und er ist weder mitWeinlaub noch mit Epheu bekränzet. Man muß sichwundern, daß sogar in Nom unter den ersten Künst-lern nach Wiederherstellung der Kunst ein falscherBeqrif von der Gestalt des BakchuS gewesen.Der noch lebende erste Maler in Rom, da erüber diese Gottheit, wie sie der Ariadna erschien,
1) Oai'm. 29. v. ZZ. Lrunckil t. i/x. 36. M
2) lBattoni odcv Mengs?)