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Geschichte der Kunst.
in drei ähnlichen noch schöneren Figuren in derVilla MediciS: den in einer von diesen Gotthei-ten wurden zuweilen beide verehret, und einerwurde anstatt des andern genommen.
§. 23. Ich kaii hier fast nicht ohne Thränen
nach dem gegenwärtigen Zustande sinket sich in Scullmc clelNlisco Lupitvlinu, eli inci^e «Zu HIori,
con Kl /Ieü^ioni nnül^uoi'il' «lu l^e. »Lok. t. I.
tav. 2n, Das große Gewand, welches von der lin-ken Schulter herabfließend ihr zum Halt diente, ist nebstdem Scinva ne, der nicht gut gearbeitet war, weg-genommen, und durch eine Le»er ersezt worden, dieauf einem Postament ruht, worüber der Mantel geschla-gen ist. Ausser diesen neu angefügten Stüken sind auchnoch die beiden Arme, die Fuße und die Nase modern;sämtliche antike Theile haben schöne Formen und beson-ders der Kopf eine» gelungenen Ausdruk von Begeisterung.
Die drei erwähnten äinliche» Figuren in der Villa 'Medici wurden von da nach Florenz geschaft, wo nuneine im großen Saalt des Palazzo Vecchio und zwei i»der Galerie stehen. Jene scheint, so viel man aus ei-niger Ferne wahrnehmen tan, ein Werk von Verdienst;nur ist der Schwan als bloßes Attribut sehr wenig aus-geführt und sogar plump. Die eine von den beiden inder Galerie stehenden Figuren unterscheidet sich durchdas bekramte Hauvr und die kurzen lokigen Haare. Da-her läßt sich zweifeln, ob ihr der Kops auch urfprünglichangehöre, am Körper sind die Formen fließend und zier«lic>>, und man bemerkt ausser dem rechten Arm keinemoderne Nestaurarion. Die zweite Figur halten wirfür das schönste Denkmal dieser Art. Ihre schlichten Haaresin^', so wie an erwähnter eapitolinischen Statue und wie<m der im Pglazzo Vecchio, hinten am Kopfe fast wiean junge» Mädchen in einen Knoten gebunden; dieZüge des Gesichts göttlich schön; dir Formen der übri-gen Glieder sanst, in einander überfließend, schlank undhöchst zierlich. Beide Fuße, die Hände samt der Hälfteder Vorderarme sind modern. M e y e r.