110 Geschichte der Kunst.
geschnittene» Steinen findet: ') so wäre ich fast derMeinung/ daß dieser denjenigen Mars vorstelle/ Iwelchen die Griechen nennend) der von
jenem/ dem obern Mars/ verschieden/ und dessen >Gehülfe war.
§. iS. Herkules findet sich ebenfalls in derschönsten Jugend vorgestellet/^) mit Züge»/ welche
irgendwo in Werke» der antiken Kunst ein Bart sei ge-geben worden.
In der Villa Borghese steht (stonan Z. n. i>>) ei»!der capitolinischen ungefähr ähnliche, aber kleinere Figur,deren maugdlnder Kopf nach jener ergänzt worden. Hin-gegen haben sich an dieser die alten Beine mit ihrer Rü-stung erhalten, welche am capitolinischen Monumente fehltenund schlecht ergänzt sind. Aus Münzen der Brnttier undMamertiner bemerkt man bärtig e Köpfe, welche auchfür Bilder des Mars gelten. Meyer.
1) ^Beschreib. d. geschnitt. Steine, tZ Abth. Nu- !inero SVS.Z
2) Lopliocl. v. 17g.
>1) Kerker! not. in ^ristvpli. pllc, V. 4Z6.
Die Verschiedenheit zwischen dein ober n M a r §und dem -vv-xii? scheint aus dieser Stelle des Aristo-phanes und der des Sophokles im Ajar (v. 17g.)hervorzugehen. Allein es ist aus Vielen Stellen der Altenklar, daß in den besten Zeiten der griechischen Spra- >
che gleichbedeutend mit ^«1, oder vielmehr ein 'Beiname desselben war, und daß also jener Unterschiednicht allgemein angenommen war. Auch Eustathiusin seinen Schotten zum H 0 m e r wagt es nicht, diesen Un-terschied als eine gewisse und ausgemachte Sache zu be-stimmen. (Ltui -aü V. LVl,Ä?./c5.) M e per.
<i) Für einen solchen jungen Herkules, weiblich ge-kleidet, hält Visconti (Nus. pio-LIci». t. 1. p> 62.)die Statue in der Villa Panfili, welche nnter dem ??>amen des Clodius bekaut ist. Wir glauben indessen, >
dieses schöne und seltene Monument stelle den junge»