Geschichte der Kunst.
§. 18. MarS findet fich inSgcmciik als' ein jun-ger Held und ohne Bart gebildet/ welches auchein alter Scribent bezeuget; !) aber nimmermehr isteS einem Künstler des Altertums eingefallen/ denMarS/wie ihn der vorher getadelte Scribent habenwollte/^) vorzustellen/ das ist: an welchem das ge-ringste Fäserchen die Stärke/ die Kühnheit/ unddas Feuer/ welches ihn erreget/ ausdrüke: ein sol-cher MarS findet fich nicht im ganzen Altertume.
gesezt, und der andere Arm ruht aus einem Baumstämme,Obgleich das Werk in viele Stüke zerbrochen ist/ so scheinncn doch nur die Hände und Vorderarme nebst einemStük des rechten Fußes modern zu sein. Der Kops hatgesälligc, seine Inge, und die llmrisse sind an der ganzenFigur sehr fließend gehalten.
Hier verdient auch noch die schone kleine Statue imMuseo P i o-C le m en t i u o (t. >. t»v. 5 ) angeführt zuwerde», welche den Mercur als Kiud vorstellt, denFinger an den Mund gelegt/ schlau, als hätte er irgendeine kleine Tnke begangen und wollte den Beschauer zumSchweigen ersuche». Es sind mehrere antike Wiederho>lungen dieses reizenden Monuments vorhanden, z. D.eine in der Villa Borghese (L^ultui-e <iellz villu kor-xliese, poi'üco, ». 7 ), und noch einer gedenkt der Autorsim Z Bande S. t04 dieser Auigabe.Z
Von allen de» genanten Denkmalen verdient, in Hin-sicht aus die Kuust, bei weitem de» Vorzug ein niit demPetasus oder Hütchen bedekter M e r c u r i n s k ovsniit etwas Brust, der, wie man sagt, aus Rom nachEngland gegangen. Er ist durch Abgüsse und häufigeCovicn bekalit.
l Unter Numero 47 der A b b i ld u » a e n.)
Eine große M e rc u r i u s h er m e, zwar oline Kovs,aber mit vvrtreslich gelegrem uno aearl> iretem Gewände,steht im Palaste Chiai zu Rom. M e»er.