Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
106
Einzelbild herunterladen
 

106 Geschichte der Kunst.

Statue zu diesem bärtigen Mercurius von ei-nem Gelehrten Gelegenheit gegeben worden/ welcherhier das von ihm übel verstandene Wortbeim Homerus/ mit einem starken Barte aus-gedrillet haben wollen. Der Dichter saget: Mercu-rius/i) da er den PriamnS z» dem Achillesbegleiten wollen/ habe die Gestalt eines jungen Men-schen angenommen welches ein Alterbedeutet/ wen sich die erste Bekleidung desKinnes meldet/ und von einem Jünglinge in derschönsten Blüthe kan gesaget werden/ das ist: weildie wollichten Haare auf den Wangen erscheinen/die Philostratus an dem Amphion n«---5» L? nennet;^) eben so ist auch MercuriuS beimLucianns gebildet. Das junge Mädchen/ mitwelcher Mercurius spielend vorgestellet ist/ schei-net nicht Venns zu sein / die/ »ach dem Plutar-chns/ neben diesem Gotte pffegete gestellet zn wer»den/ um anzuzeigen/ daß der Genuß des Vergnü-gens in der Liebe von einer sanften Nede müße be-gleitet sein. ^') Man könte vielmehr in Absicht deszarten Alters dieser Figur sagen/ cS sei entwederProserpina/ die vom Mercurius drei Töchterhatte/5) oder die Nymphe Lara^ Mutter vonzween Lares; 6) oder vielleicht AkalliS/ desMiuos Tochter/ oder Herse/ eine von des' Ce-krops Töchtern/ mit welcher MercuriuS ebenfalls

») O.. Q. XXIV. v. 3^8. tOsvs-?. X. X, v. 279.^-

2) 1^. l. Icon. 10. x. 77Z.

Z) Oe ZAci-lf. 11.

4) p. iZA.

5) 12.012. ad I.vcvxki'. v. 63o.

^ Ovil). tustoi'. 1.2. v. 699 ci. 616.