Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
104
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seS Wort bedeutet bei Jünglingen/ was an Jung-frauen hieß/ das ist: Haare/ die an demHintertheile des KopfeS zusammengebunden sind. ,Bei Jünglingen waren es Haare/ die rund herum !am Haupte hinauf gestrichen und auf dem Wirbelzusammengenommen sind/ ohne sichtbaren Band/ dersie halten koüte. In völlig gleicher Weise sind dieHaare aufgenommen an einer weiblichen Figur einesder schönsten herculanischen Gemälde/ die neben ei-ner tragischen Person auf einem Knie sizet/ undan einer Tafel etwas schreibet.

ß. 16. Dieser ähnliche Haarpuz in beiden Ge-schlechtern könte diejenigen entschuldigen, die einschönes Brustbild des Apollo/ von Erzt/ in demherculanischen Musev/?) welches die Haare alsobinausgestrichen hat/ und jenen vier Köpfen völligin der Hdea ähnlich ist/ eine Verenice getaufethaben: sonderlich da ihnen die vorher angeführetenKöpfe deS Apollo nicht bekant gewesen sein kön- inen. Aber zu dieser Benennung ist der Grund nichthinreichend/ den eine Münze gedachter Königin vonÄgypten gegeben/ auf welcher ein weiblicher Kopfmit eben solchen Haaren nebst dem Namen der B e-renice gepräget ist: den alle Köpfe und Statuender Amazonen/ alle Bilder der Diana/ ja/ alle

X/W/ZVXL5 und seinen Unterschied von gesagt,

war schon vor ihm durch die Scholiaften und Lerikogra-phen in den philologischen Schriften hinlänglich bekant.Der Scholiast zum Thucydid es (I.i. c. 6.) erklärt daSWort fast ganz auf dieselbe Art: ez/c?

var. lüst. I. 4. c. 22. öt.ui-^11 I^exieoi» v.

Meyer.

t) pittui'L t. tliv. 41.

2) Lron?! «1'LrcvI. t» 1, tav. 62 <