Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
102
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Geschichte der Kunst.

die Einbildung/ mit dem einzelnen Schönen in derNatur angefüllet/ und mit Betrachtung der von Gottansfließenden und zu Gott führenden Schönheit be-schäftiget/ sich im Schlafe die Erscheinung einesEngels bildete/ dessen Angesicht von göttlichem Lichteerleuchtet wäre/ mit einer Bildung/ die eiu Ausflußder O.uelle der höchsten Übereinstimmung schien: insolcher Gestalt stelle sich der Leser dieses schöne Bildvor. Man könte sagen/ die Natur habe diese Schön-"heit/ mit Genehmhaltui.g Gottes/ nach der Schön-heit der Engel gebildet.

ß. 13. Der schönste Kopf des Apollo, nachdem in Belvedere/ scheinet mir der auf einerwenig bemcrkcten sizenden Statue desselben über Le-bensgröße/ in der Villa Ludovisi/ und es ist der-selbe eben so unversehrt als jener/ und einem güti-g e ii und stillen Apollo noch gemäßer. 2) Diese

der Bogen »och Köckev getragen. Nach unserer Wahr,nehmung sind an dieser Figur das linke Bein bis an denFuß, beide Vorderarme, die Nasensvize, das größte Theilder Flügel, wie auch das obere Stük des über einenStam oder Basament, woran die Figur sich lehnt, gewor-fenen Gewandes neue Zusäze. Das untere antiie Stükdesselben schlägt ganz vortresliche Falten. Mever.

t) Dieses ist diejenige Figur, von welcher Flamin!»Vacca (!VIonlki>uo. ital, p, igZ>) redet: er glaubt,es sei ein Apollo, aber mit Flügel n. Mont sa u-con hat denselben nach einer abscheulichen Zeichnung ste-cken lassen. cxxl. t, 1. xl. I l5. ll.6.) W ni-ck elma n.

2) Der sehr wohl erhaltene Ko»s deS sizenden Avolloim Gartenpalaste unweit des Eingangs in der Villa L n>dovisi hat einen edlen Charakter; nur erregt er, wiedie ganze Figur, die Ahnung vom Schwerfälligen. Nachderzeit, wo der Autor schrieb, wurde eiu Avollo-kops im Palaste Giustiniani berühmt, den vor kur-zem ein Kunstliebhaber in der Schweiz erstanden habe»