Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
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Geschichte der Kunst.

Ein anderer nicht mehr bekanter »nd mit großerKunst ausgearbeiteter Kopf dieser Gottheit befindetsich in dem Museo Eapitolino/und ist an den

Da der Autor diesen Panskovs nicht näher be>stinit, sondern ihn im dritten nicht erschienenen «Landeder Denkmale mitzutheilen und zu erklären Verspro>chen hat: so ist es zweifelhaft, ob er eine Herme imMiscellaneen Zimmer meint (Inclice Lupitolm»

1ii.i, I!.onia i^öZ. V.), welche sonst den Namen einesJupiter Ammon gefuhrt/ oder die S a t i> r in a sk e,das heißt: blos daS Gesicht ohne Hinterhaupt, die imZimmer der großen Vase sieht und ungemein schon,mit vortreslich ansgedrüktem Charakter gearbeitet, abersehr beschädigt ist. Den der ganze Bart, und auf der limken Seite die Wange, das Ohr und die Haare sind mo-derne Ergänzungen. Jener sogenante Juviter A»um on ist zwar auch gut, jedoch bei weitem nicht so vor,züglich gearbeitet; er hat einen edlen, selbst dem Großensich annähernden Charakter, Widderhörner und spize Oh-reu. Vielleicht ist der Autor besonders durch die Haareveranlaßt worden, dieses Monument sür das Bild desPans zu halten, weil diese über der Stirne ganz andersals an Jupitersköpsen gelokt sind. Die Nase ist er-gänzt.

Eine Statue des Pans in Lebensgröße, sizend undvon ziemlich guter Arbeit, stndet sich in der Villa Vor-ghese. (Sculture ilell» viNü >!urzliesc:, poilico, II. I.)Der vortreflichste Panskopf aber ist im Hause N ondi-nini, welcher sogar der erwähnten c ap i t o l i n i sch enMaske den Vorzug streitig machen kan. Nase undMund, nebst einigen Loken des BartS und der Haare,sind an demselben neu. Ferner steht ei» wenig beobach-teter Panskovs in der Villa Medici auf einerHer nie im Garten vor dem Pavillon, auf welcher dienach Florenz gegangene sogenante Kleopatra, eigentlichAriadne, sonst gestanden. Der Jdealcharakter, dasheißt: die Mischling von menschlichen und Bokszügen isthier vorzüglich gut und deutlich ausgedrükl. Meyer.