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Geschichte der Kunst.
§. 9. So wie der gemeine Begnf Von denSatyren oder Faunen irrig zu sein pfleget/eben so ist es mit dem GilenuS ergangen; ichsollte sagen, mit den Eilen en; den die Alten sa- Igeten in der mehrern Zahl Da man sich
nun den GilenuS allgemein vorgestellet/ wie der-selbe insgemein gebildet ist, als einen alten überausdiken/ unbequemen und immer betrunkenen Menschen/welcher immer taumelt/ zuweilen von seinem Eselsinket und füllt/ und sich pfleget auf Satyre zulehnen: so hat man mit einer solchen Figur denPflegevater und Lehrmeister des Bakchus/ welcherauch SilenuS war/ nicht zu reimen gewußt. Die-ser Mißverstand ist Ursache/ daß man in der Statuedieses SilcnuS/ mit dem jungen BakchuS in denArmen/ wie er in der Villa Borghese stehet/einen Saturn uS finden wollen/ weil diese Figureinem alten Helden ähnlich ist/ da man jedoch an ,den spizigen Ohren/ uud an dem Epheu um dessen "Haupt die wahre Vorstellung erkennen sollen. ">)
§. tv. Das Haupt dieser Gottheiten von unte-rem Range ist Pan/ welchen PindaruS den voll-kommensten der Götter nennet/^) dessen Bil-dung im Gesichte/ wovon man bisher entweder kei-nen oder einen irrigen Begrif gehabt hat/ ich aufeiner schönen Münze Königs AntigonuS des Er-sten^) entdeket zu haben glaube/ iu einem mit Epheu
t) Die Paragravhe 6 tis S enthalten kleine Wiederhol»»--gen, welche unvermeidlich waren, wen nian nicht desAutors Tcrt eigenmächtig verändern, oder viele neue,diese» Wiederholungen eingewobne Bemerkungen gänzlichaus dem Texte verbannen und in die Anmerkungenverweisen wollte. Me» er.
2) ornt. Laccli. p. 6^. ellit. 160^.
Z) Fea läugnet (t. p. daß der Kovf auf der
Münze Königs Antig 0 nus I. den P a n vorstelle / weil