5 Buch/ 1 Kap.
jungen Fauns hat sich der Künstler desselben überdie gewöhnliche Jdea erhoben und ein Bild einerhohen Schönheit gegeben, über welches sich eine un-aussprechliche SüAgkeir ergießet; es scheinet derselbein einer sanften Etttzükung zu sein, die sich sonder-lich in dem halb geschlossenen Munde äussert. Das-Obertheil der Ohre»/ welche spiz sein sollte»/ istdurch die Haare bedckct, die auch nicht die gewöhn-liche Störrigkcit haben/ sondern sich in lieblichenKrümmungen lege«/ und in diesem Kopfe würdenimmermehr ein Faun erkennet werde»/ ohne denAnsaz zum Gewächse kleiner Hörner/ die auf beidenSeiten der Stirn hervorzukeimen anfangen. We»es die Haare erlaubeten/ könte in diesem Bilde einjunger Bakchus mit Hörnern abgebildet sein. ?)Dieser Kopf/ dessen in de» Nachrichten vo» denneuesten he re u la n ische» Entdekungen Er-wähnung geschehen/^) befindet sich izo in dem Be-lize des Verfassers.
st a n> s i ch l el>»e» d e n F a u n c nicht ähnlich, und somitkeine Kopien mich dem Periboetos des P r a r i t e l e s,den sie unterscheide» sich wesentlich durch ihre Stellungvon jenem Meisterstüke. Siebelis.
t) In dieser aus den Anmerkungen zur Kunstge-schichte entlehnten Stelle sährt der Antor also fort:Und wer weiss, ob nicht einer von so vielen schv-» nen Faunen der berühmte Sal»r des Praxiteles»ist, welcher , der Beschrieene, zubcna-
„ met wurde. " — Da dieses dem im §. 6 dieses Kapi-tels Geausserten »u widersprechen scheinen könte, so habe»wir diese spätere Vermuthung des Autors nicht in denTert aufzunehmen gewagt. Mever.
2) lle et usu nuniism. t. 1. x. ZÜ7.
Z) l 2 Band t 04 S. ^
Ä sEr kam mit dem übrigen Nachlasse Winckelmanssodaii in die Villa Albani.^I