94 Geschichte der Kunst.
daß eine jede Figur derselben/ den Kopf auegenon^inen/ mit einem Apollo köiite verwechselt werden/sonderlich mit demjenigen/ welcher SauroktonuSheisset/ und einerlei Stand der Beine mit den Fau-nen hat.!) Unter den vielen Statuen derselbensind zwo im Palaste Nnspoli ohne alle Verlezunggeblieben/ und wer weiß/ ob nicht einer von sovielen schönen Faunen der berühmte Sa tyr desPraxiteles ist/ welcher der Beschriee-
ne/ zubenamet wurde.?) In einem Kopse eines
t) Der Autor spricht hier, wie der Zusammenhang zeigt,besonders von den jungen Faune»/ die wahr-scheinlich Covien nach dem berühmten Original des P r a-teles sind. Visconti machr bei der Beschreibungeines solchen Werks t. 2. tuv. Zo.
x, 60.) die Benierkung, man nehme in den Figuren die-ser Art denselben Geschmak und St»l wahr/ wie amApollo woraus sich also ein neuer Grund
herleiten lasse für die Wahrscheinlichkeit, daii das ur-sprüngliche Original zu jenem Avollo, wie zu diesemF a u n, von eine m Meister herrühre. M e»e r.
2) Zu den zwei Statuen juuger Fau » e im Palaste Nus-xoli zu Rom mag seit Winckelmans Zeit noch diedritte gekommen sein. Alle drei befinden sich ans derGalerie vor den Zimmern dieses Palastes. Der Faun,welcher der Treve gegenüber steht/ streitet um den Vor-zug mit dem andern, welcher eine komische Maske zurSeite liegen hat. Vielleicht möchte aber doch jenein er-sten der Vorrang gebnren. Merkwürdige Figuren sindauch diejenigen beiden, die von Gapin Hamil-ton im Jahre t775 in den Rninen der Villa des Au-to ninus Pius bei Lanuvium gesunden, und laut derdaraus befindlichen griechischen Inschrift von MarcusCossutius Cerdo, einem Freigelassenen, Verfertigtsind. Sie wurden späterhin der Samlung des CharlesTownlev einverleibt, welche jezo einen Theil des bri-tischen Museums ausmacht, wie Dallawa» berichtet.
I,e-lux orts >?» ^nglcteri'L, t, 2. p.^5 — 47.) Mever.
Sie sind aber dem jungen, an einen Baum-