Z Buch/ 1 Kap.
der Natur schöner Verschnittenen genommen/ unddurch ein über die Menschheit erhabenes Gewächserhöhet: daher saget Platv/ daß göttlichen Bildernnicht die wirklichen Verhältnisse/ sondern welche derEinbildung die schönsten schienen, gegeben worden.
Z> DaS erstere mänliche Ideal bat seine ver-schiedenen Stufe»/ und fängt an bei den jungenSatyrS oder Faune»/ als niedrigen Begriffenvon Göttern. Die schönsten Statuen der Faunezeigen uns ein Bild reifer schöner Jugend/ in voll-kommener Proportion/ und eS unterscheidet sich ihreHngend von jungen Helden durch ein gemeines Profil/oder durch eine etwas gesenkete Nase/ so daß mansie daher Simi nennen könte/ wie nicht wenigerdurch eine gewisse Unschuld und Einfalt / die miteiner besonderen Gratie verbunden war/ von wel-cher ich unten in der Abhandlung von der Gratiereden werde; dieses war der gemeine Begrif derGriechen von diesen Gottheiten.
§. 6. Da sich nun in Rom über dreissig Sta-tuen junger Satyre oder Fa n n e befinden/ die sichähnlich im Stande und in Gebärden sind: so istglaublich/ daß das Original dieser Figuren der be-rühmte Satyr deS Praxiteles gewesen sei/ wel-cher in Athen war/ und von dem Künstler selbst fürsein bestes Werk gehalten wurde. Nächstdem wa-ll Loplüzl. x. 2Z6. princ.
^«5 SN'Ä/ c/cldi'Xo/? LV^c^-t^V'7'«/. (1'.
2. p. 2Z9. edit. Liplink.) Siebelis.
2) Man sehe die Beilage I. am Ende dieses Vandes.Ü
3) I. 1. c. 20. I. iZ. c. 6. ^u. 69.üMan nante diesen Satyr oder Faun des Prari
telesvrcv den Gepriesenen. Nach dem
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