sz Geschichte der Kunst.
§. 3. Die geistige Natur ist zugleich in ihremleichten Gange abgebildet/ und HvmcrnS verglei-chet die Geschwindigkeit der Juno im Gehen mitdem Gedanken eines Menschen/ mit welchem erdurch viele entlegene Länder/ die er bereiset hat/durchfäbret/ und in einem Augenblike saget: „Hier„ bin ich gewesen/ und dort war ich. " Ein Bildhiervon ist das Laufen der Atalanta/ die soschnell über den Sand hinflog/ daß sie keinen Ein-druk der Füße zurükließ; und eben so leicht scheinetdie Atalanta auf einem Amethyste des stoschi-schen Musei. Der Schritt des v a tie a ni sch enApollo schwebet gleichsam / ohne die Erde mit denFußsohlen zu berühren. Dieses unmerkliche Schrei-ten und Wandeln der Götter scheinet PherecydeS/2)einer der ältesten griechischen Dichter/'») in derSchlangengestalt/ die er den Gottheiten gab/ auS-zudrüken vermeinet zu haben/ um figürlich einenGang zu beschreiben/ dessen Spur man nicht leichtwabrnimt. 5)
Z. Die Jugend der Götter hat in beiderleiGeschlecht ihre verschiedene Stufen und Alter/ inderen Vorstellung die Kunst alle ihre Schönheitenzu zeigen gesuchet hat. ES ist dieselbe ein Idealtheils von mänlichen schönen Körpern/ theils von
gen Punkt in der Altertumskunde von einem so zwei-deutigen Denkmale herzuleiten. A!e»er.
1) 15. o. XV. V. Lo. Meyer.
2) ^Beschreib. d. geschnitt. Steine, Z Kl. 1Z2N.1
Z) Er ward geboren um die 45 Olympiade, über die
Schlangengestalt, welche er den Gottheiten gab,sehe man die Beweisstellen bei Brück er, (llizt. cr>!.pluivz. t. i. p. ggZ et gLL.) M e »e r.
41 ^Bielmehr Philosophen.!!
S, Wenkmale 1 Th. 5 K. 3 §.?