Geschichte der Kunst.
menschlichen Begriffen von Änlichen Gottheitenwürdiger/ und für die Einbildung reizender sein, »als der Zustand einer ewigen Jugend und desFrühlings deS Lebens, wovon uns selbst dasAndenken in späteren Jahren fröhlich machen kan?Dieser war dem Begriffe von der UnveränderlichkeicdeS göttlichen Wesens gemäß, und ein schönes ju-gendliches Gewächs der Gottheit erwekete Zärtlich-keit und Liebe, welche die Seele in einen süße»Traum der Entzükung versezen können, worin diemenschliche Seligkeit bestehet, die in allen Religio-nen, gut oder übel verstanden, gesuchet worden.
§. 2. Unter den weiblichen Gottheiten wurdeder Diana und der Pallas eine beständige Jung-ferschaft beigeleget, und die anderen Göttinen soll-ten, dieselbe eingebüßet, wiederum erlangen können:Juno, so oft sie sich in dem Brunnen KanathuSbadete. Daher sind die Brüste der Göttinen undder Amazonen, wie an jungen Mädchen, denenLucina den Gürtel noch nicht aufgelöset hat, undwelche die Frucht der Liebe noch nicht empfangenhaben; ich will sagen, die Warze ist auf den Brü-sten nicht sichtbar. -) ES sei den/ daß Göttinen
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2) All weiblichen Figuren mit entblößter Brust würdees ein Fehler sein, wen die Warzen als ein wesentli-cher Tlieil der Nildung der Brüste nicht sichtbar, da?heisit, gar nickt angedeutet waren, auck ist dies bei kei-ner antiken, wen gleick jungfräulich dargestellten Figurder Fall, sondern die Warzen an den Brüsten sind alle-mal angedeutet, und sogar durch das Kewand sichtbar.Aber so wie in der schonen Natur, sind sie auch beischönen jugendlichen Statnen weder groß noch vorstehend,sondern gleichsam noch nicht reis, M ut t e rp slich te»zu erfüllen. Me»er.
Man vergleiche 5 B. 6 K. S§.Z