Geschichte der Kunst.
Geschlechter in den Bildern der Herin a p hro di ten.Die vielen Hermaphroditen in verschiedenerGröße und Stellung zeigen/ daß die Künstler inder aus beiden Geschlechtern vermischeten Natur einBild hoher Schönheit auSzudrüken gesuchet habe»/und dieses Bild war idealisch. Den wen cSauch Geschöpfe gibt/ die man Hermaphroditennennet/ wie der Philosoph FavorinuS von A r-les in Gallien/ nach dem PhilostratuS/sollgewesen sein: kan (ohne zu untersuchen/ wie diese ge-staltet sein) nicht ein jeder Künstler Gelegenheithaben eine so seltene Abweichung der Natur zu sehen/und Hermaphroditen/ dergleichen die Kunst her-vorgebracht hat/ sind vermuthlich niemals erzeuget.Alle Figuren dieser Art haben eine jungfräulicheBrust/ nebst den ZeugungSgliedern unseres Geschlechts'/und im Übrigen das Gewächs in weiblicher Gestalt/so wie die Züge des Gesichts. Von Hermaphro-diten befindet sich/ ausser den zwo liegenden Sta-tuen in der großherzoglichen Galerie zu Florenz /und der noch berühmter» und schönern Statue inder Villa Borg h esc/ eine kleine nicht wichigerschöne stehende Figur in der Villa Albani/ dieden rechten Arm ans dem Haupte ruhen lässet.—>
1) 8oi>1>!5l> vit. I. l. n. g. c, >.
2) Nicht blos zwei, sondern vier solche liegendenHermaphroditen sind vorhanden, oder wenigstensbekant. Einer zu Paris, der sich schon seit langer Zeitin Frankreich befunden (Nonunicnz !>inir>u-.>s cluIV->i>nIeoii, t, 2, xl, 4g.); der zweite ist der von demAutor erwähnte in der florentinischen Gale-rie (AIus. k'Inri'nt, t. Z. tal>. XI^, derdritte und berühmteste jener in der Villa Borghesebei Nom (üculiui'«! >l^l 6, >>!< Villa korzliezo,
6. n. 7.); der vierte endlich, und, wie »nsdünkt, auch der am beste» gearbeitete, im Palaste N or>