4 Buch/ 2 Kap.
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Zn der Wahl der schönsten Tbeilc aus alten Statnenwürde man einen weiblichen Nüken von dem schönen
ghese zu Rom. Ob nach der Meinung Viscontis dieberühmte Bronze des Poluklerus (?!!». 1,34, c, g.«cct. 19. n. 20.) das Urbild gewesen/ nach welchemdie vier genanten Hermaphroditen vor Alters covirtworden / lassen wir als möglich/ aber nicht als erwiesendahingestellt sein/ wagen hingegen auch nicht/ zu be>Häupten / daß einer der angeführten Marmore ein wirk-liches Originalwerk sei, obschon die beiden borghesi-schen unstreitig sehr viele vortresliche Eigenschaften ha-ben. Von Seiten der Erfindung und durchherschen-den Jdea betrachtet/ gibt es unter allen Antike» kaumeine / die vollendeter zu nennen wäre. Wunderbar zartund wie auf der Goldwaage gewogen ist das Zweifel-hafte/ Schwebende/ Unentschiedene zwischenin änlichen uud weltlichen Forme»/ Knabe undMädche». Zwar schlafend/ aber u »ruhig und g e>regt von wohllüstige» Träume»/ hat sich der Künstlerden Zustand dieses H er m ap b r 0 d i te» gedacht ; er istfast um und um gewendet und die geschwungene Liniedes Körpers/ die aus dieser Lage entsteht/ verleiht ihmungcmein viel Reiz u»d verräth den das Gefälligesuchende»/ bis zur äusserste» Feinheit gesteigerte»/ ja/schon in's ÜVige hinüber schweifenden Kunstgeschmak.In so serne man stch anmaße» kaii/ aus diesen Merkma-len auf die Zeit zu schließen/ in welchcr die Kunst ge-dachtes Werk hervorbrachte: fo dürfte solches wohl erst»ach Alerander dem Großen geschehen sei»/ alsgriechische Reiche/ Sitten und Kunst in Asten blühten.Unter den »och vorhandenen vier Wiederholungen die-ses liegenden Herniaph roditen wird wohl die zu-erst erwähnte/ die schon seit längerer Zeit in Frank-reich ist/ bei Velletri ausgegraben und vo» einerneuer» Hand überarbeitet fein soll / den geringstenKunstwerth haben. Am fl 0 r e»t i n ifch e n st»d dieForme» zierlich; der Co»tur faiift und fließend;das Fleisch weich. Es zeige» stch i»desse» einige kleineUnrichtigkeiten ; auch läßt die Behandlung / besonders dieder Haare/ in ihm eine unter den römischen Kaisern