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Geschichtt der Kunst.
Aroton machetC/5) da cr cinc .Juno daselbst zumalen hatte, für ungereimt und für erdichtet ansah/weil cr sich einbildete/ ein bestiiiitcS Theil oderGlied reime sich zu keinem andern Körper/ als demes eigen ist. Andere haben keine als individuelleSchönheiten denken können, und ihr Lehrsaz ist:Die alten Statuen sind schön/ weil sieder schönen Natur ähnlich sind: und dieNatur wird allezeit schön sein/ wen sieden schönen Statuen ähnlich ist. ?) Dervordere Saz ist wahr/ aber nicht einzeln/ sonderngesamlet (cnllecuve)/ der zweite Saz hingegenist falsch: den es ist schwer/ ja, fast unmöglich/ einGewächs zu finden/ wie der va titanische Apol-lo ist.
§. 36. Diese Wahl der schönsten Theile / undderen harmonische Verbindung in einer Figur/ brachtedie idea lische Schönheit hervor/ welche also keinmetaphysischer Begris ist/ so daß das Ideal nicht inallen Theilen der menschlichen Figur besondersstatt findet/ sondern nur allein von dem Ganzender Gestalt kan gesaget werden. Den stükweise fin-den sich eben so hohe Schönheiten in der Natur/als irgend die Kunst mag hervorgebracht haben, aberim Ganzen muß die Natur der Kunst weichen.
Der Begrif der hohen oder identischenSchönheit ist, wie ich bemerket habe/ nicht allenund jeden gleich deutlich/ und man könte glauben/daß/ wen vom Ideal die Rede ist, dasselbe nurallein im Verstände könne gebildet werden. DasIdeal >st blos zu verstehen von der höchsten, mög-lichen Schönheit einer ganzen Figur, welche
1) ?Iin I. Z5. c. 9. sect. Z6. n. 2.
2) De ?I1esA Keiu. sur xLiQi. äe üu. ,
x. 207.