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4 (1825)
Entstehung
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4 Blich/ 2 Kap.

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keln und Knochen angedeutet sind, die Kunst mehrals in der Einfalt der Hugend bewundern/ besserunterrichten. Einen augenscheinlichen Beweis vondem/ was ich sage/ kaii man in geschnittenen Stei-gen und deren Abdrüken geben / in welchen sich zei-get/ daß alte Köpfe viel genauer uud besser als-junge schöne Köpfe von neuern Künstlern nachge-machet sind: ein Kenner tönte vielleicht bei dem er-sten Blike anstehe»/ über das Altertum eines be-tageten Kopfs in geschnittenen Steinen zu urthei-len; über einen nachgemacheten jugendlichenideal ischen Kopf wird er sicherer entscheiden kön-nen. Obgleich die berühmte Medusa in dem Mu-seo Strozzi zu Rom/ welche dennoch kein Bildder I'öchsten Schönheit ist/ von den besten neuernKünstlern/ auch in eben der Größe auszudrillen ge-suchet worden: so wird dennoch das Original allezeitkentlich sein; und eben dieses gilt von den Copicnder Pallas des Aspasius/ welche Natter ingleicher Größe mit dem Originale/ und Andere ge-schnitten haben.

K. Z2. Man merke aber/ daß ich hier blos vonEmpfindung und Bildung der Schönheit in enge-rem Verstände rede/ nicht von der Wissenschaftim Zeichnen und im Ausarbeiten: den in Ab-sicht des leztern kan mehr Wissenschaft liegen/ undangebracht werden in starken als in zcirtlichen Figu-ren/ und Laokoon ist ein viel gelehrteres Werk/ als'Apollo. Ag efand er/ der Meister derHanplsigur desLaokooii 6/ mußte auch ein weit erfahrnerer und gründ-licherer Künstler sei»/ als es derMcistcr des Apollonöthig hatte, l) Aber dieser mußte mit einem erha-ll Knochen, Gelenke, Sehnen und Muskeln liefen »war amLaokoon, weil es sein Charakter also erfordert,rffenbarer vor Augen als am Apollo; allein der Mei-