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4 (1825)
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Geschichte der Kunst.

§. 2^. Da aber in der menschlichen Natur zwi-schen dem Schmerze und dem Vergnügen/ auch nachdem EpikuruS, kein mittlerer Stand ist/ und dieLeidenschaften die Winde sind/ die in dem Meere desLebens unser Schif treiben/ mit welchen der Dichtersegelt/ und der Künstler sich erhebet.-2) so kau diereine Schönheit allein nicht der einzige Vorwurfunserer Betrachtung sein/ sondern wir müßen die-selbe auch in den Stand der Handlung und der Lei-denschaft sezeii/ welches wir in der Kuiist in demWorte NuSdruk begreifen. ES ist also zum er-sten von der Bildung der Schönheit- und zumzweiten von dem Ansdruke zu handeln.

§. 25. Die Bildung der Schönheit ist ent-w eder individuel/ das ist: auf das Einzelne ge-richtet/ oder sie ist eine Wahl schöner Theile ausvielen Einzelnen uud Verbindung in Eins,welche wir idealisch nennen/ jedoch mit dieserErinnerung/ daß etwas idealisch heissen kail/ ohneschön zu sein. Den die Gestalt der ägyptischenFiguren/ in welchen weder Muskeln noch Nervenund Adern angedeutet sind/ ist idealisch/ bildetaber dennoch in derselben keine Schönheit/ so we-nig als die Bekleidung ihrer weiblichen Figuren/ dadieselbe nur gedacht werden muß und also idea-lisch ist/ schön genennet werden kau.

§. 26. Die Bildung der Schönheit hat ange-fangen mit dem einzelnen Schönen - in Nachahmungeiner schönen menschlichen Gestalt/ auch in Vorstel-lung der Götter/ und es wurde» auch noch in derBlüthe der Kunst Göttinen nach dem Ebenbildeschöner Weiber/ sogar die ihre Gunst gemein und

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