Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
61
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-5 Buch/ 2 Kap.

welchen wir anhalten können, i) Diejenige Har-monie/ die unsern Geist entzüket/ bestehet nicht inunendlich gebrochenen/ gekettelten und geschleifete»Töne» / sondern in einfachen/ lang anhaltenden Zü-gen. Aus' diesem Grunde erscheinet ein großerPalast klein/ wen derselbe mit Zieraten überladenist/ und ein Haus groß/ wen cS schön und einfältigaufgeführet worden.

K. 23. Aus der Einheit folget eine andere Ei-genschaft der hohen Schönheit/ die Unbezeichnungderselben/ das ist: deren Formen weder durch Punktenoch durch Linien beschrieben werden/ als die alleindie Schönheit bilden; folglich eine Gestalt/ die we-der dieser oder jener bestimten Person eigen sei/noch irgend einen Zustand des Gemüths oder eineEmvfindnng der Leidenschaft auSdrüke/ als welchefremde Züge in die Schönheit mischen/ und die Ein-heit unterbrechen. Nach diesem Begriffe soll dieSchönheit sein wie das vollkommenste Wasser/ ausdem Schooße der Quelle geschöpfet/ welcheS/ jeweniger Gefchmak es hat/ desto gesunder geachtetwird/ weil es von allen fremden Theilen geläutertist. So wie mm der Znstand der Glükscligkcit/ dasist: die Entfernung vom Schmerze/ und der Genuß,der Zufriedenheit in der Natur der allerleichteste ist/und der Weg zu derselben der geradeste und ohneMühe und Kosten kan erhalten werden: so scheinetauch die Zdea der höchsten Schönheit am einfältigstenund am leichtesten/ und es ist zu derselben keinevlnlosophische Keiltniß des Menschen / keine Unter-suchung der Leidenschaften der Seele/ und derenAusdnik nöthig.

DicscS scheint dem zu wideesvrcche» / was der Auter

in der vorläufige» Abhandlung/ 4K. ZK. sagt.

T e a.