Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
59
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4 Buch/ 2 Kap.

ficht/ auch von denen die richtig denke»/ ein unge-neigtes Urtheil gefallet werde». Ich erinnere diesesvornehmlich über meine Schrift von der Fähig-keit der Empfindung des Schönen in derKunst/ die bei einigen ein Urtheil crwckct/ welches'von meiner Absicht gänzlich entfernet gewesen ist.

ß. 21. Die Weise»/ welche den Ursachen desallgemeinen Schönen nachgedacht haben/ da sie das-selbe in erschaffenen Dingen erforschet / und bis zurQuelle des höchste» Schöne» zu gelangen gesuchet/habe» dasselbe i» der vollkommene» Überein-stimmung des Geschöpfes mit dessen Ab-sichten/ und der Theile unter sich/ undmit dem Ganzen desselben/ gesezet. Dadieses aber gleichbedeutend ist mit der Vollkom-menheit/ für welche die Mciifchheit kein fähigesGefäß sein kan: so bleibet unser Begrif von derallgemeinen Schönheit nnbestimt/ uud bildetsich in uns durch einzelne Kcntnisse/ die/ wen sierichtig sind/ gesamlet und verbunden uns die höchsteZdea menschlicher Schönheit gebe», welche wir erhö-he»/ je mehr wir uns über die Materie erhebe» kön-nen. Da ferner diese Vollkommenheit durch denSchöpfer allen Creature» in dem ihnen zukommendenGrade gegeben worden, und ei» jeder Begrif aufeiner Ursache bestehet/ die ausser diesem Beariffe inetwas anderem gesuchet werden muß: so kau dieUrsache der Schönheit nicht ausser ihr/ da sie inallen erschaffenen Dinge» ist/ gefunden werden.Eben daher/ und weil unsere Kcntnisse Vergleichungs-begriffc sind/ die Schönheit aber mit nichts Höherem

tMan sehe die V iv gra p l> i e, Z2) Man vevgleiche Cice ro c'l'uic, I V. i Z,) und die von D a v i-finS t.^u angeführte Stelle aus dein StebauSS i e h e! i s.