Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
57
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4 Buch/ 2 Kap.

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versichert/ daß der tägliche Umgang mit Mohren dasWidrige der Farbe benimt/ und was schön an ihnenist/ offenbaret) so wie die Farbe des Metalls unddes schwarzen oder grünlichen Basalts der Schönheitalter Köpfe nicht nachtheilig ist. Der schöne weib-liche Kopf in der lezten Art Stein/ in der VillaAlbani/^) würde in weissem Marmor nicht schönererscheinen; der Kopf des ältern Scipio im PalaffeRospigliosi/ in einem dunkleren grünlichen Ba-salte/ ist schöner als drei andere Köpfe desselbenin Marmor. Diesen Beifall werden besagete Köpfe/nebst anderen Statuen in schwarzem Steine/ auchbei ttngelebreten erlange»/ welche dieselben als Sta-tuen ansehen. Es offenbaret sich also in uns eineKentnifi des Schönen auch in einer ungewöhnlichenEinkleidung desselben/ und in einer der Natur un-angenehmen Farbe. ES ist aber auch die Schönheit

>) LailcllI, r.ißlon, i> 7.

2) Es gab sonst zwei wohlgearbeitete weibliche Kopse ausBasalt in der Villa Albani; der schönere, von wel-,chem der Autor spricht, wurde ehemals Kleopatraund später Berenice genant. Er hat edle, sehr regekmäßige Zuge und ist in dieser Hinsicht ein vortreflichesKunstwerk. Die Nase ist neue Restauration. Der zweiteKops, welcher jenem ersten weder an Schönheit der Zn.ienoch an Kunst der Ausführung gleichkömt, hieß srü»erBerenice nnd später Lucilla. Die Nase und dasKin sind ergänzt. Me»er.

Z) Nicht eben schöner von Gestalt, meint Vermuthlichder 'Autor, als mehrere (nicht nur drei) demselbenähnliche Kopse pon Marmor, sondern geistreicher unddas Werk eines bessern Künstlers. Wir möchtenes indessen keineswegs als ausgemacht annehmen, daß erein wirklich besseres Kunstwerk sei als der ähnlichevon weissem Marmor im Museo Capitolino.Meyer.