Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
55
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-4 Bttch, 2 Kap.

in eincm verschlossenen finstern Orte. Regelmäßigeraber bildet die Natur/ je näher sie nach und nachwie zu ihrem Mittelpunkt gehet/ unter eincm ge-mäßigten Himmei/ wie im ersten Kapitel l) angezei-get worden. Folglich find unsere und der GriechenBegriffe von der Schönheit/ als welche von der re-gelmäßigsten Bildung genommen find/ richtiger/ alsdiejenige»/ die fich Völker bilden können/ die/ nmmich eines' Gedankens eines neuern Dichters zu be-dienen / von dem Ebenbilde ihr es Schöpfe rshalb verstellet sind: den was nicht schön ist/kan nirgends schön scin/ wie Euripidcs sa-get.^)

§. ">8. In diesen Begriffen aber find wir selbstverschieden/ und vielleicht verschiedener als selbstim Geschmake nnd Gerüche/ wo es nnS an deutli-chen Begriffen fehlet/ nnd es werden nicht leicht hun-dert Menschen über alle Theile der Schönheit einesGefichts einstimmig sein; ich rede von denen/ dienicht gründlich über dieselbe gedacht haben. Derschönste Mensch/ welchen ich in Italien gesehen/^)war es nicht in Aller Augen / auch derjenigennicht/ die fich riihmeten/ auch auf die Schönheitunseres Geschlechts aufnierksam zu sein. Diejeni-gen aber/ welche die Schönheit als einen würdigenVorwurf ihrer Betrachtungen angesehen und gewäh-let haben; können über das wahre Schöne/ da esnur eins nnd nicht mancherlei ist/ nicht zwifilg

t) tZ Band, S.1

2) ?I>o?n!s5. V. 821.

Euripidcs spricht von dem, was schändlichisi. Fea.

Z) sNieolo Castellani/ aus einem der besten Häuser inFlorenz. Man sehe die Biographie, vordem erstenAandc.)