Z4 Geschichte der Kunst.
welche mit jener parallel/ durch den Mittelpunktdes Auges gezogen/ zu ftzen ist. Wenigstens mußhier eben die Ursache sein/ die den Übelstand einesschief gezogenen Mundes machet; den wen mtter 'zwo Linie» die eine von der andern ohne Grundabweichet/ thut eS dem Auge wehe. Also sind der-gleichen Augen/ wo sie sich unter uns finden/ undan Sinesen und Japonesen sowohl als an einigenägyptischen Köpfen im Profil / eine Abweichung.Die gepletschete Nase der Kalmukeu/ der Sinesen/und anderer entlegenen Völker/ ist ebenfalls eineAbweichung; den sie unterbricht die Einheit derForme« / nach welcher der übrige Bau des Körpersgebildet worden/ und eS ist kein Grund/ warum dieNase so tief gesenkct lieget/ und nicht vielmehr derRichtung der Stirne folgen soll; so wie hingegendie Stirn und Nase aus einem geraden Knochen/wie an Thieren/ wider die Mannigfaltigkeit in un-serer Natur sein würde. Der ausgeworfene schwül- >stige Mund/ welchen die Mohren mit den Affe» inihrem Lande gemein haben/ ist ein überflüssiges Ge-wächs und eine Schwulst/ welchen die Hize ihresKlimas verursachet/ so wie uns die Lipen von Hize/oder von scharfen salzigen Feuchtigkeiten/ auch ei-nigen Menschen im heftigen Zorne/ aufschwellen.Die kleine» Augen der entlegenen nördlichen undöstlichen Länder/ sind in der U»vollkomme»heit ih-res Gewächses mitbegriffen / welches kurz und klein ist.
K. 17. Solche Bildungen wirket die Natur all-gemeiner/ je mehr sie sich ihren äusserste» Endennähert/ und entweder mit der Hize oder mit derKälte streitet / wo sie dort übertriebene und zu früh-zeitige/ hier aber unreife Gewächse vo» aller Arthervorbringet. Den eine Blume verwelket in un- ,leidlicher Hize/ und in einem Gewölbe ohne Sonnebleibet sie ohne Farbe: ja/ die Pflanzen arten aus