Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
53
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4 Buch/ 2 Kap.

tz. 16. Die von der zwoten Art/ nämlich dieZweifler wider die Nichtigkeit der Begriffe derSchönheit/ gründen sich vornehmlich ans die Begrif-fe des Schönen unter entlegenen Völkern/ die/ ih-rer verschiedenen Gesichtsbildung zufolge/ auch ver-schieden von den unsrigen sein müßen. Den so wieviele Völker die Farbe ihrer Schönen mit Ebenholz(welche so/ wie dieses'/ glänzender als' anderesHolz und als eine weisse Haut ist/) vergleichen wür-den/ da wir dieselbe mit Elfenbein vergleichen:ebenso/ sagen sie/ werden vielleicht bei jenen dieVergleichungen der Formen des Gesichts mit Thierengemachet werden/ an welchen uns eben die Theile»»gestalt und häßlich scheinen. Ich gestehe/ daß manauch in den europäischen Bildungen ähnliche Formenmit der Bildung der Thiere sinden kaü/ und Ottovan Veeil/ >) der Meister des Rubens/ hat nachdem Porta dieses in einer besondern Schrift gezei-get: man wird aber auch zugeben müßen/ daß/ jesiärker diese Ähnlichkeit an einigen Theilen ist/ destomehr weichet die Form von den Eigenschaften unse-res Geschlechts ab/ und eS wird dieselbe theils aus-schweifend/ theils übertrieben / wodurch die Harmo-nie unterbrochen/ und die Einheit und Einfalt ge-störet wird/ als worinen die Schönheit bestehet/wie ich unten zeige.

§. 16. He schräger z. E. die Augen stehen: wiean Kazen/ desto mehr fällt diese Richtung von derBase und der Grundlage des Gesichts ab/ welchedas Kreuz ist/ wodurch dasselbe von dem Wirbel anin die Länge und in die Breite getbeilet gleich wird / in-dem die senkrechte Linie die Nase durchschneidet/ diehorizontale Linie aber den Augenknochen. Liegetdas Ange schräg/ so durchschneidet es eine Linie/

>) lStto Venitts.)