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Geschichte der Kunst.
ket/1) und er ist wunderbar i» starken Leibern; aberaus angeführetem Grunde hat derselbe aus seinenweiblichen und jugendlichen Fignren Geschöpfe einerandern Welt/ im Gebäude/ in der Handlung undin den Gebärden gcmachet: Michael Angelo istgegen den Raphael/ was Thucydides gegenden Xenophon ist. Bernini ergrif eben denWeg/ welcher jenen wie in unwegsame Orte undzu steilen Klipen brachte/ und diesen hingegenin Sumpfe und Lachen verführete: den er sucheteForme»/ aus der niedrigsten Natur genommen/gleichsam durch das Übertriebene zu veredlen/ undseine Figuren sind wie der zu plözlichem GlükgelangetePöbel; sein Ausdruk ist oft der Handlung widerspre-chend/ so wie Hannibal im äussersten Kummer lache-te. Demohngeachtet hat dieser Künstler lange auf demThrone gesessen/ uud ihm wird noch izo gehuldiget.ES ist auch daS Auge in vielen Künstlern eben sonig/ wie in Ungelehreten/ richtig/ und sie sind nichtverschiedener in Nachahmnng der wahren Farbe derVorwürfe/ als in Bildung des Schönen. Barocci/einer der berühmtesten Maler/ welcher nach dem N a-phael studiret hat / ist an seinen Gewändern / nochmehr aber an seinen Profilen / kcntlich/ an welchendie Nase insgemein sehr eingedrükt ist. Pietro vonCortona ist es durch das kleinliche und unterwärtsplatte Kin seiner Köpfe / und dieses sind gleichwohlMaler der römischen Schule: in andern Schulen vonItalien finden sich noch unpollkoinmencrc Begriffe.
1) Tiinio H-Iiclicl Luonarrot'i ll Veccluo cn» un»
«li DenedeNo V.ii'cli'l o «luee5Le (cli Oennarc» in 17^6.
??! cne r.
2) I^iv. I. Zo. c, 44, 'Me»er.
Z) v. d. Fähigk. der Empf. i>cS Schöne»,
§, tZ —