Druckschrift 
4 (1825)
Entstehung
Seite
47
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4 Buch/ 2 Kap.

kcl geben könnet! / daß sie auf der einen Seite sicheine falsche Schönheit bilden/ auf der andern hinge-gen keinen richtigen Begrif von derselben annehmen/und mit dem EnniuS sagen würden:

niiiii ueuti^uaiu cor consentit c»in ocuko-ruir,

Diese leztern sind schwerer zu überzeugen/ alsjene zn belehren; ihre Zweifel aber sind mehr, ih-ren Wiz zu offenbaren/ erdacht/ als zur Vernei-nung des wirklich Schönen behauptet! es habenauch dieselben in der Kunst keinen Einflufi. Jene soll-te der Augenschein sonderlich im Angesichte von tau-send und mehr erhaltenen Werken des Altertumserleuchten: aber wider die Unempsindlichkeit ist keinMittel und es fehlet uns die Negel und der Kanondes Schönen/ nach welchem/ wie Eurividcs sa-get/ das Garstige beurtheilet wird: und auSdieser Ursache sind wir/ so wie über das/ was wahr-haftig gut ist/ also auch über das'/ was schönist/ verschieden.

K. I», Man muß sich nicht wundern / wie ichbereits gedacht habe/ daß die Begriffe der Schönheitunter uns sehr verschieden sind von den Begriffender Sinesen und der indischen Völker / wen wir be-denken/ daß wir selbst selten uns in einen Punktüber ein schönes Gesicht vereinigen. Die blauenAugen werden insgemein von braunen gezogen/ unddie braunen von blaneu gereizet/^) und es verhält

Nicht EnniuS/ sondern A l k »I ä v ». F e a.

3) In den Anmerkungen zur Geschichte der^ Kunst heißt es: die blauen Augen werden insgc-» mein von blauen gezogen " Der Zusammenhangrechtfertiget unsere Veränderung. Meyer.