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greifet; der zweite von der Zeichnung beklei-deter Figuren und insbesondere von der weib-lichen Kleidung. Die Zeichnung des Nakendengründet sich auf die Kentniß und auf Begriffeder Schönheit/ und diese Begriffe bestehen theilsin Maßen und Verhältnissen, theils in For-men/ deren Schönheir der ersten griechischen Künst-ler Absicht war/ wie Cicero saget! diese bildendie Gestal t/ und jene bestimmen die Proportion.
K. L. Von der Schönheit ist zuerst über-haupt zu reden/ sowohl was die Formen als dieStellung und Gebärden betrift/ nebst der Propor-tion/ und alsdan von der Schönheit einzelnerTheile des menschlichen Körpers. In der allge-meinen Betrachtung über die Schönheit aber ist vor-läufig der verschiedene Vegrif des Schönenzu berühren/ welches der verneinende Begrifderselben ist; und alsdan ist einiger bestickter Be-grif der Schönheit zu geben; es kau jedoch leichter/wie Cot ta beim Cicero von G o tt meinet/vonder Schönheit gesaget werden/ was sie nicht ist/als was sie ist; nnd es verhält sich einigermaßenmit der Schönheit und ihrem Gegentheile/ wie mitder Gesundheit und Krankheit! diese fühle» wirund jene nicht.
S. Die Schönheit/ als der h ö chste End-zwek/ und als der Mittelpunkt der Kunst/ er-fordert vorläufig eine allgemeine Abhandlung/ inwelcher ich mir und dem Leser ein Genüge zu thunwünschcte; aber dieses ist auf beiden Seiten ein schwerzu erfüllender Wunsch. — Nach einigen allgemeinenAnmerkungen über die Kunst der Zeichnung unterden Griechen/ da ich weiter in Betrachtung dersel-
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