4 Buch/ 1 Kap.
wie die Gemälde auf den sogenanten hetrurischenGefäßen von gebrauter Erde sind. Enphrano r,welcher mit dem Praxiteles zu gleicher Zeit/ undalso später noch als ZeuxiS/ lebete/ hat/ wiePliniuS saget/ die Symmetrie in die Malereigebracht. >)
§. cZi. Der Grund von dem späteren WachS-tume der Malerei lieget theils in der Kunst selbst/theils in dem Gebrauche und in der Anwendung der-selben; den da die Bildhauerei den Götterdienst er-weitert hat/ so ist sie wiederum durch diesen gewach-sen. Die Malerei aber hatte nicht gleichen Vortheil:sie war den Göttern und den Tempeln gewidmet/ undeinige Tempel/ wie der Juno zu SamoS/ ) warenPinakvthecä / oder Galerien vonGemälden;auch zu Rom waren in dem Tempel des Friedens/nämlich in den oberen Zimmern oder Gewölbern des-selben/ die Gemälde der besten Meister ausgehänget.^)
Aber die Werke der Maler scheinen bei den Grie-chen kein Vorwurf heiliger zuversichtlicher Verehrungund Anbetung gewesen zu sein: wenigstens sinket sichunter allen vom PliniuS und PausauiaS ange-fw.retell Gemälden kein einziges/ welches diese Ehreerhalten hätte; wo nicht etwa jemand in unten ge-sezetcr Stelle des Philo ein solches Gemälde sinkenwollte. 4) Pausanias gedenket schlechthin eines
1) 1^, 35, c> >i. sccl, 40. n>
Mas Plinius unter verstanden / sehe
man >nl ? B. 3 K. 23 §. erklärt.)
2) Slr-I>. I. 14. p,
3) p!in. I> 36, c. 5, sect, I I.
4) virk. cd Oujiim, 1013. «V n'Fc-