Geschichte der Kunst,
schon Marmor in der Form von Ziegeln gearbeitetHatte / um Gebäude damit zu deken, blos we.en die-ser Enldekung Statuen gesezet;^) vorzügliche Künst-ler halten den Beinamen göttliche, wie Alei-me don beim VirgrliuS,^) als welches das höch-ste Lob der Spartaner war. '1
K. Der Gebrauch und die Anwendung derKunst erhielt dieselbe in ihrer Großheit: den da sienur den Göttern geweihet, und für das Heiligsteund Nüzlichste im Vaterlande bestimmet war, inden Häusern der Bürger aber Mäßigkeit und Einfaltwohnete: so wurde der Künstler nicht auf Kleinig-keiten oder auf Spielwerke durch Einschränkung desOrts oder durch die Lüsternheit des Eigentümerslieruntergesezet, sondern, was er machete, war denstolzen Begriffen des ganzen Volks gemäß. Wirwissen, daß MiltiadeS, THeini stokleS, Ari-stideS und Cimon, die Häupter und Errettervon Griechenland/ nicht besser als ihr Nachbar woh-nete». Die Wohnungen begüterter Personen wa-ren von den gemeinen Häusern unterschieden durcheinen Hof, --vxi, genant, welcher von dem Gebäudeeingeschlossen war, wo der Hausvater zu opfern pfle-gete. 5) Grabmale aber wurden als heilige Gebäudeangesehen; daher es nicht befremden muß, wen sichNicias, der berühmte Maler, gebrauchen lassen,ein Grabmal vor der Stadt Tritäa in Achaja aus-zumalen. 6) Man muß auch erwägen ^ wie sehr eS
1) ?. 6. c» ic>.
2) TclvA. Z. v. Z7.
Z) ?Iat. m klenon. suk. im.
4) Oem08t.Ii. orat. repudl. ordm. p. 12^
5) lle repuljl. !. 1. init.
6) ?LU8lM. I. 7. c. 22»