22 Geschichte der Kunst.
und sie erhielten von ihrer Stadt ein prächtiges Be^gräbniß; ja, die Ehrenbezeugungen erstreketen sich bisauf ihre Kinder, i) Den Siegern in den großenSpielen wurden nicht allein an dem Orte der Spie-le/ und vielen nach der Anzahl der Siege/ Sta-tuen gesezet/ -) sondern auch zugleich in ihremVaterlandes) weil/ eigentlich zu reden/ die Stadtder Sieger/ nicht diese^ gekrönet wurde. ESnahmen folglich alle Mitbürger Theil an der Ehreihrer Statuen/ zu welcher sie die Kosten aufbrach-ten / und der Künstler derselben hatte es mit demganzen Volke zuthun; ja/ dem EuthvmuS/ ansLocri in Italien/ welcher allezeit zu EliS gesieget/und nur einmal gefehlet hatte/ wurde nach dem AuS-spruche des Orakels noch bei dessen Leben / so wienach dem Tode geopfert. 5) Die Ehre einer Statueerlangeten auch vcrdienetc Bürger/ und DionysiuSredet von den Statuen der Bürger zu Kuma inItalien/ welche AristodemuS/ der Tyran dieserStadt und Freund des' TarquininS Super-buS/ in der zwei und siebenzigsten Olympias, ausdem Tempel/ wo sie standen/ wegnehmen und anunsaubere Orte werfen ließ. 6) Einigen Siegers
1)
Plato redet an dieser Stelle ganz im Allgemeine»und gedenkt dieser besondern von dem Antor ange-führten Auszeichnungen nicht. Alle einzelnen Vorrechteder Sie.ier findet man ausgezählt bei Pasch ali s. (lloeoron. VI, 7, g>) Meyer.
2) I. 6. c. Z.
Z) I(I> i> 7. c. 27. ?IutarcI>> p. iLa.
4) klin. I c. 26. sccl, 27. Lruiiclvii ^naicct. l. 1, x, >Zg,n. 67. pol)!i.!> ist. rxci^t. Icgnt. 787.
!>) p>i». I. 7. c. ^7. se^t. /^g.
Nach dem Dionysius ließ AristodemuS die Bild-