4 Buch, i Kap. 2t
auch jede Statue bekanter Künstler von der Gott-heit selbst/ die sie vorstellete/ erfüllet sei.j K. t6. Nicht allein dieser Aberglaube/ sonder»
auch die Fröhlichkeit der Griechen wirkcte zumallgemeinen Aufnehmen der Kunst, und die Künstlerwaren bereits in den ältesten Zeiten beschäftiget/Statuen der Sieger in so vielen Spielen zu arbei-ten/ welche in der Ähnlichkeit der Personen undnicht über Lebensgröße sein mußten/ worüber dieRichter in den Spielen genau hiel-
ten.
§. 17. Eine Statue des Siegers'/ in dessenGleichheit und Ähnlichkeit/ an dem heiligsten Ortein Griechenland gesezet/ und von dem ganzen Volkegesehen und verehret/ war ein mächtiger Antrieb/nicht weniger dieselbe zu machen / als zu erlan-gen/ und niemals ist für Künstler/ unter irgendeinem Volke von je an/ eine so häufige Gelegenheitgewesen/ sich zu zeigen: der Statuen in den Tem-peln sowohl der Götter, 2) als ihrer Priester undPriesterinen, nicht zu gedenken. Die höchsteEhre im Volke war/ ein olympischer Siegerzu sein 5) und es wurde dieselbe für eine Selig-keit gehalten: den die ganze Stadt des Siegershielte sich Heil widerfahren; daher diese Personenans den gemeinen Einkünften unterhalten wurden/
1) ^0. ?5ü!t)s)on. contr. »p. I^iot.Kid!, p. 295. edit.
2) I^ucian. pro Z. 1.
3) Die Eimvouner der lipanschen Inseln kiekendem Apol-l 0 so viel Staruen in Delphos sezen, als Schiffe sie vonden Hetruviern genommen hatten. I. 10. c. 16)Winckelma n.
i 4) pausn». I. 2. c. 17. et e. Z5. I. 7. in ilne.
Ü) pvlillc. I. 2. p. 667. I. Ü. j?. 729.
I. strvxlt. «p. v. 16 — 17.